Meinung

Der Teufel, die Zeitung

VR
VRM Redaktion

War da was los in der Stadt! Mehr als 4000 junge Menschen haben beim Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) die "good days", die guten Tage,...

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War da was los in der Stadt! Mehr als 4000 junge Menschen haben beim Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) die "good days", die guten Tage, gefeiert. Bei den mehr als 250 Programmpunkten knüpften sie Kontakte, testeten mit spannenden Aktivitäten ihren Mut – etwa mit einer Seilrutsche über die Lahn – und feierten gemeinsam ihren Glauben. Die Weilburger Innenstadt war gefüllt mit Musik und Freude. So viel Betriebsamkeit hat die Stadt lange nicht gesehen. Man mag schon fast ausrufen: "Ein Geschenk des Himmels." Eines, das hoffentlich abfärbt. Möge ein wenig der Lebensfreude, die die jungen Menschen mitgebracht haben, in Weilburg verbleiben.

Diese Zeitung berichtete ausführlich über die vielen Programmpunkte. Sie berichtete aber auch etwas, was bei einigen Lesern für Empörung sorgte. Die Zeit des Jugendkirchentags nutzte wohl ein Feuerteufel, um einige Brände zu legen, wie die Polizei mitteilte. Doch die Empörung der Leser richtete sich nicht gegen den Straftäter, sondern gegen das TAGEBLATT. Diese Zeitung hätte, so der Vorwurf, mit der Polizeimeldung einen unzulässigen Zusammenhang zwischen Bränden und Kirchentag hergestellt. Darauf müssen wir antworten – und den Vorwurf zurückweisen. Nicht wir – der Täter hat diesen Zusammenhang hergestellt, in dem er die Brände just zu dieser Zeit legte. Wochen oder gar Monate vorher gab es keinerlei solcher Vorfälle. Ein Feuerteufel treibt sein Unwesen, während 4000 Jugendliche einen Anspruch darauf haben, in Sicherheit zu feiern. Wir haben über die Taten berichtet, das ist unsere Aufgabe. Möge der Täter schnell von der Polizei ermittelt werden. Ein Teufel spielt zum Fest des Glaubens mit dem Feuer – das passt nicht.

Von Mika Beuster