Betreiber von Kanalreinigungsfirma wegen Betrugs vor Gericht

Symbolfoto: dpa

Wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges stehen die Betreiber einer Kanalreinigungsfirma aus dem Kreis Gießen vor Gericht. Den Gesamtschaden schätzten die Ermittler auf 40.000 Euro.

Anzeige

GIESSEN. Eine Kanalreinigungsfirma aus dem Kreis Gießen soll Kunden im großen Stil getäuscht haben. Wegen gewerbsmäßigen Bandenbetruges stehen daher seit Dienstag drei Männer und eine Frau als Verantwortliche des Betriebes vor dem Landgericht Gießen. Die Staatsanwaltschaft geht von 45, teils im Versuch stecken gebliebenen Taten aus.

Dabei sollen bundesweit zwischen Sommer 2014 und Herbst 2016 Leistungen nicht oder nicht vollständig erbracht, aber abgerechnet worden sein. Laut Anklage wurde Kunden zudem die Notwendigkeit von - tatsächlich unnötigen - Arbeiten vorgegaukelt. Den Gesamtschaden schätzten die Ermittler auf knapp 40.000 Euro.

Verhandlung wird sich monatelang hinziehen

Zu Beginn des Prozesses am Dienstag stand nach Angaben eines Justiz-Sprechers noch nicht fest, ob sich die Angeklagten zu den Vorwürfen äußern werden. Die Verteidigung habe das noch beraten wollen.

Anzeige

Zu den Vorwürfen gegen die Verantwortlichen des Rohrreinigungsbetriebes gehört dem Sprecher zufolge, dass beispielsweise Sanierungsbedarf vorgespielt worden sein soll, wo nur eine einfache Verstopfung vorgelegen habe. Bei den mutmaßlich geprellten Kunden soll es sich auch um betagte Personen handeln.

Das Landgericht wird sich mit dem Fall noch monatelang beschäftigen und hat bislang insgesamt 14 Verhandlungstage bis in den November hinein eingeplant.

Von dpa