Rot lackiertes Symbol auf dem Groß-Gerauer Sandböhl

Die Rote Bank auf dem Sandböhlplatz ist ein weithin sichtbares Symbol gegen Gewalt und Diskriminierung. Foto: Stadt

Auf dem Groß-Gerauer Sandböhl weist Bank auf geschlechterspezifische Gewalt gegen Frauen hin.

Anzeige

GROSS-GERAU. (red). Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen ist am Groß-Gerauer Sandböhl ein sichtbares Zeichen gesetzt worden: Eine rot lackierte Bank macht auf geschlechterspezifische Gewalt aufmerksam und soll zum Nachdenken anregen, so eine Pressemitteilung. „Die rote Bank“, auf Italienisch „La panchina rosse“, hat ihren künstlerischen Ursprung in Italien. Eine entsprechende mahnende Installation gab es beispielsweise 2014 in Turin und 2016 in Perugia. Die Farbe Rot symbolisiert das Blut von Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind. Die Bank selbst ist ein Zeichen gegen Alleinsein und steht für den Platz, den Opfer von Gewalt in unserer Mitte benötigen.

„Es ist enorm wichtig, über einzelne Aktionen hinaus ein dauerhaftes Zeichen zu setzen, das schon von Weitem sichtbar ist“, betont Heike Rothmann, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Und Bürgermeister Erhard Walther (CDU) fügt hinzu: „Wir zeigen mit dem Symbol der Roten Bank, dass Diskriminierungen und Gewalt in der Kreisstadt Groß-Gerau keinen Platz haben.“

Die rote Bank macht auf die geschlechtsspezifische Gewalt an Frauen aufmerksam. Diese geschlechtsspezifische Gewalt schließt alle Personen ein, die Gewalterfahrungen gemacht haben. Die erlebten Gewaltformen können variieren und sich physisch und/oder psychisch bemerkbar machen. Das bedeutet, dass Gewalt auf verschiedenster Art und Weise in ihrer intimsten Umgebung, wie zum Beispiel zu Hause hinter verschlossenen Türen, stattfinden kann. Auch digitale Medien stellen teilweise eine Basis für Gewaltpraktiken an Frauen dar. Frauen erlebten Statistiken zufolge im Vergleich Männern mehr Gewalterfahrung.