CDU-Bürgermeisterkandidat Walther whrt sich gegen Schwarzmalerei

Sich seinen Wählern vorzustellen, das war die Absicht von CDU-Bürgermeisterkandidat Erhard Walther. Deshalb lud Walther am Sonntagvormittag zu einem gutbesuchten Frühstück...

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WALLERSTÄDTEN. Sich seinen Wählern vorzustellen, das war die Absicht von CDU-Bürgermeisterkandidat Erhard Walther. Deshalb lud Walther am Sonntagvormittag zu einem gutbesuchten Frühstück in den Wallerstädter Gasthof „Zum Löwen“ ein. Dazu hieß der Kandidat auch seinen Vorgänger Stefan Sauer willkommen. Von der Veranstaltung würden Fotos und ein Video in den sozialen Netzwerken veröffentlicht, unterstrich er, dass er einen „modernen Bürgermeister-Wahlkampf“ führe.

Zu Beginn wies Erhard Walther die Schwarzmalerei einiger Konkurrenten im Wahlkampf zurück. Er widersprach dem Eindruck finanzieller Probleme der Kreisstadt. Keinesfalls stehe Groß-Gerau vor der Zahlungsunfähigkeit wie sie Rüsselsheim aufgrund politischer Umstände drohe.

Ortsdurchfahrt im Mittelpunkt

„Meine politischen Gegner machen sich über manches Gedöns Gedanken“, fuhr Walther fort. Und er wies den Vorwurf zurück, dass das Jugendzentrum Anne Frank zu verfallen drohe.

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„Unser Haushalt in Groß-Gerau weist derzeit einen Überschuss von einer Million Euro aus. Viel wichtiger dabei: wir haben keine Kassenkredite“, so der CDU-Kandidat weiter, der seinen Vorgänger für gutes Wirtschaften lobte.

Für Wallerstädten hat das Thema Ortsdurchfahrt eine hohe Relevanz, ebenso die Straßenbeiträge, die für Walther ein großes Diskussionsthema darstellen. Bei der Ortsdurchfahrt berichtete der gelernte Jurist, dass bei den Bushaltestellen 25 Zentimeter hohe Bürgersteige gebaut würden, um Barrierefreiheit zu garantieren. Nicht viel machen könne man beim Thema Lärm in Wallerstädten, außer den Verkehr umzuleiten. „Ein großer Erfolg war die Initiative von Stefan Sauer, den von Geinsheim kommenden LKW-Verkehr aus Wallerstädten herauszuhalten“, so Walther. Er kritisierte jedoch, dass die Gemeinde Trebur keinen Dialog im Zusammenhang mit der Erschließung des Mitsubishi-Geländes in Geinsheim gesucht habe.

Beim Thema Straßenbeitragssatzung zeigte sich Walther unentschieden. Auf der einen Seite sieht er für die Anwohner Kosten von 8,50 Euro pro Quadratmeter. „Aber wir wissen auch, dass dies beispielsweise Rentner mit großen Grundstücken übermäßig belastet und in finanzielle Probleme stürzen könnte“, erklärte er. Daher sieht er in wiederkehrenden Straßenbeiträgen eine Alternative, bei der die Kosten der Baumaßnahmen auf alle Schultern eines Abrechnungsbezirks verteilt werden. „Allerdings werden die Bürger bei jeder Baumaßnahme neu belastet, anstatt einmal in 40 Jahren“, warnt er, zu schnell dafür zu votieren. „Wir müssen es den Bürgern differenziert erklären und dann gemeinsam entscheiden.“

Den Überschuss im Haushalt sieht Walther als wichtig an, denn Groß-Gerau brauche Spielraum, um sich zu entwickeln. Er sprach dabei die notwendigen Baumaßnahmen in der Mehrzweckhalle an, ebenso das Seniorenhaus Raiß und das Jugendzentrum Anne Frank. Die Baumaßnahmen im Dorfgemeinschaftshaus Berkach müssen laut Walther auch vom späteren Pächter refinanzierbar sein.

Als sehr wichtiges Thema bezeichnete er die Umgehung der B44 für Dornheim. „Wir stehen mit diesem Projekt in der vordringlichen Verkehrsplanung und hoffen es bald angehen zu können. Ich denke, in Berlin haben wir dank Stefan Sauer einen wichtigen Unterstützer dafür“, so Walther abschließend, bevor er das Frühstücksbüfett eröffnete und sich in Gesprächen den Fragen der Besucher stellte.