Ansturm in der Riedhalle: Kindersachenbasar zieht viele...

Pünktlich um 18 Uhr öffnen sich die Türen und die Käufer strömen in die Riedhalle. Foto: Vollformat/Frank Möllenberg  Foto: Vollformat/Frank Möllenberg

Seit 1993 gibt es den Kindersachenbasar der Kindertagesstätte (Kita) Donaustraße in der Riedhalle. Bereits 1988 ging er auf Initiative des damaligen Elternbeirats der Kita an...

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DORNHEIM. Seit 1993 gibt es den Kindersachenbasar der Kindertagesstätte (Kita) Donaustraße in der Riedhalle. Bereits 1988 ging er auf Initiative des damaligen Elternbeirats der Kita an den Start. Schnell wuchsen Angebot und Nachfrage und so zog man in die große Halle um. Seitdem hält die Beliebtheit des Basars, der zweimal jährlich organisiert wird, bei Eltern und Kindern des Stadtteils ungebrochen an.

„Allerdings hatten wir durch die Sanierung der Riedhalle eine Zwangspause. Das Verkäuferangebot ist vielleicht deshalb leicht rückläufig“, sagte Kerstin Flegler am frühen Dienstagabend. „Oder liegt es einfach an der wachsenden Nutzung von Verkäufen übers Internet?“, sinnierte sie.

270 Körbe voll mit Kleinkram

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Flegler gehört im Team mit ihrem Mann Oliver Flegler sowie Jessica Raab, Katrin Fückel und Julia Breu zu den Organisatoren des Basars seit 2014. Damals zogen sich Christine Schmid-Senßfelder und Sabine Wedel nach Jahrzehnten aus dem Leitungsteam zurück. Aber auch diesmal war sie ebenso wie Freundin Sabine Wedel als gute Fee im Hintergrund wieder dabei, sorgte fürs leibliche Wohl der vielen Helfer.

Bereits ab Montag waren die Organisatoren in der Riedhalle beschäftigt, Kleiderständer und Warentische aufzubauen sowie Warenkörbe der Anbieter anzunehmen, die Ware nach Größen zu sortieren und die Kassentische vorzubereiten. „270 Körbe pro 30 Artikel – von Spielsachen über Bücher bis Kleidung und Schuhen“, gab Kerstin Flegel den Umfang des Angebots an. Hinzu kamen Kinderwagen, Babybettchen, Lauf- und Tretfahrzeuge, Wickelkommoden, Kinderstühle und Autositze.

„Eine tolle Auswahl, gut erhaltene Sachen, faire Preise“, bilanzierte Käuferin Lesley-Anne Schüßler nach ihrem Basarrundgang. Mit dem einjährigen Töchterchen auf dem Arm trug die junge Mutter eine große Tasche mit Kleidung und Spielzeug nach Hause. „Auch das Team ist hier sehr nett“, lobte Schüßler die Helfer. „Bei uns läuft das alles noch ohne Computer ab. Aber wir denken über eine Umstellung des Kassensystems nach – eventuell mit Barcode-Etiketten, wie es die Basarfrauen der Martin-Buber-Schule kürzlich vorgemacht haben“, sagte Kerstin Flegler. Jetzt jedenfalls bildeten sich lange Schlangen vor den Kassentischen, wobei es schien, als störe dies die Käufer keineswegs: Lockere Gespräche unter Eltern ergaben sich, und Kinder blätterten neugierig in neuen Bilderbüchern.

„Ich habe den Eindruck, alle sind auch diesmal zufrieden. Vor dem offiziellen Einlass kamen die Schwangeren, um in Ruhe ohne Gedränge etwas auszusuchen – und dann strömte ein ganzer Pulk Käufer herein. Die Leute hatten schon vor der Tür gewartet“, resümierte Flegler. Dass der Kindersachenbasar in der Riedhalle weit und breit der einzige ist, der an einem Wochentag frühabends ausgerichtet wird, komme manchen Familien entgegen, meinte sie. „Nach Feierabend nutzen sie gern die Gelegenheit, hier günstig einzukaufen. Der Modus geht zurück auf die Anfänge des Basars in der Kita – dort startete der Basar zu den regulären Kita-Öffnungszeiten.“

Bis Mittwoch hatte das Basarteam nach Abschluss des Verkaufs noch allerhand zu tun: „Aufräumen, Abrechnung mit den Verkäufern, Abholung der Warenkörbe sowie die Zusammenstellung des Übriggebliebenen für einen Kindersachen-Hilfstransport in die Ukraine, den eine der Basarfrauen angeregt hat – all das will erledigt sein“, so Flegler.