Burg Frankenstein darf weiter veranstalten

Wenn es dunkel wird auf Burg Frankenstein, steigt der Gruselfaktor.
© Archivfoto: Frankenstein-Kulturfestival, Sabine Holroyd

Die Petition hatte Erfolg: Für die Burg Frankenstein in Mühltal und dortige Veranstaltungen während des Umbaus ist ein „tragbarer Kompromiss” gefunden worden. Wie dieser aussieht.

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Mühltal. Mit der Frage, ob während der Sanierung der Burg Frankenstein im Landkreis Darmstadt-Dieburg weiterhin Veranstaltungen, wie etwa zu Halloween, möglich sein werden, befasste sich seit Ende November vergangenen Jahres der Petitionsausschuss des Landtages. Die Petition wurde vom Pächter der Burg, der zugleich vor Ort auch der Veranstalter ist, eingereicht. In dieser Woche stimmte das Plenum des Landtages einstimmig der Empfehlung des Petitionsausschusses zu, wie aus einer Pressemitteilung des Hessischen Landtags hervorgeht.

Oliver Ulloth (SPD), Vorsitzender des Petitionsausschusses im Hessischen Landtag, berichtet über den aktuellen Stand: „Die Positionen zwischen dem Petenten und der zuständigen Landesbehörde lagen ursprünglich weit auseinander. Durch die Anrufung des Petitionsausschusses konnte dieser vermitteln.” Nicht zuletzt durch ein Treffen aller Beteiligter auf der Burg Frankenstein konnte ein tragbarer Kompromiss gefunden werden.“

Plenum stimmt Petition einstimmig zu

In dieser Woche stimmte das Plenum des Landtages einstimmig der Empfehlung des Petitionsausschusses zu. „Mit der schriftlichen Information an den Petenten wird das Petitionsverfahren erfolgreich abgeschlossen“, gibt Oliver Ulloth bekannt. Weiter erklärt er: „Mit Unterstützung des Petitionsausschusses haben alle Beteiligten intensiv, aber auch ebenso konstruktiv nach einer Lösung gesucht und diese nun gefunden. Ich bin überzeugt, dass durch die Lösung ein gangbarer Weg aufgezeigt wird, die dem Wunsch nach Veranstaltungen auf der Burg auch während der Sanierungsphase so weit wie möglich Rechnung trägt.”

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An bis zu drei Wochenenden im Jahr 2024 sollen Veranstaltungen auf der Burg möglich sein, in einem begrenzten Umfang voraussichtlich auch im Jahr 2027. Kleinere Veranstaltungen können im Jahr 2024 und in den Folgejahren grundsätzlich auch auf der rund 1600 m² großen Parkplatzfläche vor der Burg gestattet werden.

Wie berichtet, hatte der für Burg Frankenstein zuständige Landesbetrieb Bauen und Immobilien Hessen (LBIH) den Pachtvertrag von Burgherr und Veranstalter Ralph Eberhardt nicht verlängert. Grund: Die Burg soll umfassend saniert werden, die Mauern müssen dazu eingerüstet werden.