Vogelschutzgruppe und Nabu-Mitglieder auf Exkursion am...

Die Rimbacher Vogelschützer und Nabu-Mitglieder sind auf Exkursion.Foto: Vogelschutzverein   Foto: Vogelschutzverein

(red). Das im Jahresprogramm vorgesehene Fahrtziel Naturschutzgebiet (NSG) Wagbachniederung wurde aufgrund der Verkehrssituation kurzfristig geändert und deshalb unternahmen...

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RIMBACH. (red). Das im Jahresprogramm vorgesehene Fahrtziel Naturschutzgebiet (NSG) Wagbachniederung wurde aufgrund der Verkehrssituation kurzfristig geändert und deshalb unternahmen die Vogelschutzgruppe Rimbach und die Nabu-Ortsgruppe eine Exkursion zum NSG Reinheimer Teich.

Das NSG Reinheimer Teich wurde früher „Reinheimer Bruch“ genannt. Bereits im 17. Jahrhundert wurden von Landgraf Georg II. Fischteiche in diesem Feuchtgebiet angelegt. In den siebziger Jahren wurde das 75 Hektar große Gebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen und durch Ausbaggern offene Wasserflächen geschaffen.

Heute ist es Bestandteil der Natura 2000–Gebiete „FFH-Gebiet Untere Gersprenz“. Es bietet Lebensraum für 101 Vogelarten, davon sind 64 Brutvogelarten.

Lebensraum für Vögel,Insekten und Amphibien

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Vielen Zugvogelarten dient das Gebiet als Rastplatz oder zur Überwinterung, unter anderem Silberreiher, Rohrdommel und Kornweihe. Für Fledermäuse, Amphibien und Insekten stellt es einen wichtigen Lebensraum dar. Von besonderer Bedeutung ist das Vorkommen der Europäischen Sumpfschildkröte, deren Verhalten von der Universität Frankfurt untersucht wird.

Ausgerüstet mit Ferngläsern und Spektiven ging es unter Führung des Vereinsmitgliedes und Vogelexperten Dr. Wolfgang Jakob auf den drei Kilometer langen Rundweg. In dreieinhalb Stunden wurden 39 Vogelarten festgestellt, darunter Weißstorch, Haubentaucher, Rotschenkel, Flussuferläufer, Kiebitz, Eisvogel, Braunkehlchen, Nachtigall, Rot- und Schwarzmilan, Kuckuck und Rohrweihe.

In der zum Naturschutzgebiet gehörenden Naturscheune konnten sich alle Teilnehmer zum Schluss ausgiebig über weitere Details des Naturschutzgebiets und dessen Fauna und Flora informieren. Eine kleine Verzögerung gab es, als auf dem Fußweg vor der Scheune eine allen Teilnehmern zunächst unbekannte, acht Zentimeter große Raupe entdeckt wurde. Bei der Aufklärung half Google. Es war die Raupe des Weidenbohrers. Ein Insekt, das zu den Schmetterlingen und dort zu der Familie der Holzbohrer gehört.

Nächster Termin der beiden Naturschutzgruppen ist am Sonntag, 21. Mai, eine vogelkundliche Wanderung in der Gemarkung Rimbach. Treffpunkt ist um 7 Uhr an der Alten Schule, Kirchgasse. Die Exkursion wird etwa drei Stunden dauern.