Manöverkritik nach der Entwarnung

Informationsaustausch: Nach dem Tuberkulosefall im St. Josef Kindergarten in Mörlenbach haben sich die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, Bürgermeister Jens Helmstädter, die Leiterin des Gesundheitsamtes, Sabine Güssow, sowie die Leitung und der Elternbeirat des Kindergartens getroffen.Foto: Kreisverwaltung   Foto: Kreisverwaltung

(ai). In Mörlenbach und Rimbach ist kein Kind mit dem Tuberkulose-Bakterium infiziert. Das steht nach den Untersuchungen des Kreisgesundheitsamts Bergstraße fest. Wie...

Anzeige

MÖRLENBACH/RIMBACH. (ai). In Mörlenbach und Rimbach ist kein Kind mit dem Tuberkulose-Bakterium infiziert. Das steht nach den Untersuchungen des Kreisgesundheitsamts Bergstraße fest. Wie ausführlich berichtet, waren dem Gesundheitsamt im Januar ein Fall von Tuberkulose im Mörlenbacher Kindergarten St. Josef und ein Verdachtsfall in der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Rimbach gemeldet worden. Bei den betroffenen Kindern handelte es sich um Geschwister. Während das jüngere der beiden Kinder mit dem Tuberkulose-Bakterium infiziert war, bestätigte sich der Verdacht bei dem älteren Geschwisterkind nicht. „Nachdem alle Kindergartenkinder und Schulkinder, die mit den betroffenen Kindern in Kontakt standen, im Rahmen von zwei Untersuchungsläufen getestet wurden, kann nun mitgeteilt werden, dass sich erfreulicherweise kein Kind infiziert hat. Die Untersuchungsergebnisse bei allen getesteten Kindern waren negativ“, so der abschließende Bericht der Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Sabine Güssow.

Tuberkuloseerkrankungen bei Kindern gehören nicht mehr zu dem Alltagsgeschäft des Gesundheitsamtes. Bei dem Fall in Mörlenbach handelte es sich um die erste Erkrankung dieser Art in einem Kindergarten im Kreis Bergstraße seit mehr als zehn Jahren.

Damit standen alle Akteure, die mit dieser Situation konfrontiert waren, vor einer Herausforderung. „Ein solcher Fall ist nachvollziehbar hoch emotional. Daher ist es wichtig, neben den Gesundheitsaspekten die Kommunikationswege bestmöglich zu gestalten“, so die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz (CDU).

Anzeige

Dieser Fall sei daher zum Anlass genommen worden, interne Abläufe zu hinterfragen und Kommunikationswege besser auszugestalten. Hierbei seien mögliche Hilfestellungen durch den Kreis bei Medienanfragen gegenüber Mitarbeitern der Kindertagesstätten und Eltern angesprochen worden. Dazu hätten sich die Erste Kreisbeigeordnete, der Mörlenbacher Bürgermeister Jens Helmstädter (parteilos), die Leiterin des Gesundheitsamtes sowie die Leitung und der Elternbeirat des Kindergartens verständigt.

Das Team des Kindergartens und die Elternvertreter hätten bei dem Treffen wertvolle Anregungen gegeben, die in die interne Handlungsanweisung des Gesundheitsamtes bei TBC-Fällen aufgenommen würden.