Wagner: Schwarz-grüne Zusammenarbeit unter Rhein anders

Schwarz-grüne Zusammenarbeit in Hessen

Wagner: Schwarz-grüne Zusammenarbeit unter Rhein anders

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Wiesbaden (dpa/lhe) - . Mit dem Wechsel im Amt des hessischen Ministerpräsidenten hat sich nach Einschätzung des Grünen-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Mathias Wagner, die Zusammenarbeit der schwarz-grünen Regierungskoalition verändert. „Boris Rhein hat einen anderen Stil als sein Amtsvorgänger“, sagte Wagner in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. „Er setzt sehr viel stärker auf die Eigenverantwortung der einzelnen Regierungsmitglieder.“ Auch den Regierungsfraktionen von CDU und Grünen sei eine noch wichtigere Rolle zugekommen, erläuterte der Fraktionschef. Rhein hatte das Amt Ende Mai 2022 von Volker Bouffier (CDU) übernommen.

Nach den Worten von Wagner haben sich die Rollen in der hessischen Koalition seit der Bundestagswahl geändert. Die Grünen seien nun im Bund und im Land in der Regierung, die CDU sei im Bund erstmals seit 16 Jahren wieder in der Opposition. „Da gibt es noch gewisse Rollenfindungsprobleme“, sagte Wagner. „Manchmal ist uns die CDU zu sehr erleichtert darüber, im Bund keine Verantwortung mehr zu tragen.“ Wagner plädierte dafür, 2023 mit Blick auf die anstehende Landtagswahl im Herbst keinen Dauerwahlkampf zu führen. „Ab Mitte des Jahres ist für Wahlkampf noch genügend Zeit“, erklärte er. „Dann wird es darum gehen, wer unser Land am besten durch die aktuellen Krisen führen kann.“ Auf die Frage, ob er in einer möglichen neuen Regierung mit grüner Beteiligung für ein Ministeramt zur Verfügung stehe, erklärte Wagner: „Es ist natürlich reizvoll die Geschicke unseres Landes in der Regierung mitzugestalten. Derzeit stellen sich solche Fragen für mich allerdings nicht.“