Umweltaktivisten bekräftigen Widerstand gegen Waldräumung

Räumung Fechenheimer Wald

Umweltaktivisten bekräftigen Widerstand gegen Waldräumung

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Frankfurt (dpa/lhe) - . Die Umweltaktivisten im besetzten Fechenheimer Wald in Frankfurt haben zum Start des Polizeieinsatzes zur Räumung ihren Widerstand bekräftigt. „Ihr werdet euch an dieser Räumung die Zähne ausbeißen“, teilten sie am Mittwochmorgen mit. Die geschützte Versammlung werde mit Füßen getreten und die Polizei setze sich über jede fehlende Rechtsgrundlage hinweg, um schnell Fakten zu schaffen. „Wir sehen uns gezwungen den Wald mit unseren Körpern zu verteidigen“, erklärten die Aktivisten.

In einer Mitteilung forderten sie eine sachkundige ökologische Baubegleitung. Jeder gefällte Baum müsse auf ein Vorkommen des Eichenheldbock-Käfers untersucht werden.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel hatte am Dienstag entschieden, dass die Teilrodung des Fechenheimer Waldes im Zuge des Ausbaus der Autobahn 66 vorgenommen werden kann. Mit dem Beschluss wurde ein Eilantrag der Naturfreunde Deutschlands nach einem Aufschub abgelehnt. Die Organisation hatte ihre Forderung mit dem geschützten Eichenheldbock-Käfer begründet und methodische Mängel eines Gutachtens geltend gemacht, das eine Teilrodung genehmigte. Der Beschluss des Gerichts kann nicht angefochten werden.

Am Montag war ein Klimaaktivist vor dem Frankfurter Verwaltungsgericht mit einem Eilantrag gescheitert, die betroffene Waldfläche betreten zu dürfen. Der Aktivist, der ein Baumhaus in dem Wald errichtet hatte und dort sein Hab und Gut aufbewahrt, hatte unter anderem seine Rechte auf Unverletzlichkeit der Wohnung geltend gemacht. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim VGH eingelegt werden.