Hessen erlebte 2022 wärmstes Jahr seit Messbeginn

Nachmittagssonne in Frankfurt/Main

Hessen erlebte 2022 wärmstes Jahr seit Messbeginn

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Offenbach (dpa/lhe) - . Hessen hat im zu Ende gehenden Jahr mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,7 Grad nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) das wärmste Jahr seit Messbeginn erlebt. Nach der vorläufigen Jahresbilanz lag dieser Wert nicht nur über dem Durchschnittswert der Referenzperiode von 8,2 Grad, sondern auch über der deutschen Jahresmitteltemperatur von 10,5 Grad.

Zudem verzeichnete Hessen den sonnigsten März und an einigen Orten Rekordschneefälle im April. Der Dauersommer in den Monaten Juni, Juli und August erfreute Urlauber und Ausflügler, ließ aber auch vertrocknete Landschaften und verbrannte Wälder und Felder zurück. Es war nach DWD-Angaben der sonnigste und trockenste Sommer seit 1881 und damit seit Beginn der Aufzeichnungen. Erst der September brachte den langersehnten Niederschlag. Der Oktober 2022 war einer der beiden wärmsten in Hessen, gleichauf mit dem Oktober 2001.

Richtig kalt wurde es erst in der zweiten Dezemberdekade mit einer Woche Dauerfrost. Im Bergland blieb die Temperatur teils zwei Wochen unter Null Grad. Zum Jahresende werden allerdings rekordverdächtig milde Temperaturen erwartet.

Mit 655 Litern Niederschlag pro Quadratmeter war das Jahr in Hessen deutlich zu trocken. Der „Sollwert“ des langährigen Durchschnitts hätte bei 793 Litern gelegen. Einen neuen Rekord gab es auch bei der Sonnenscheindauer von 2025 Stunden - der langjährige Durchschnitts-Sollwert beträgt lediglich 1459 Stunden Sonne in Hessen.