Exklusiv aus der Redaktion: Spannende Themen aus Hessen

Neues aus Hessen.

Das ist heute wichtig: Weiter angespannte Lage in den Kinderkliniken, Debatte um Polizeieinsatz in Idstein im Landtag und der oftmals schwierige Alltag der Busfahrer in Wiesbaden.

Anzeige

Region.Die Hälfte der Bundesländer lässt die Masken im Nahverkehr fallen oder hat das bereits getan. Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat nun dem Druck der FDP nachgegeben und das Ende der Maskenpflicht im Fernverkehr auf den 2. Februar vorgezogen. Nach geltendem Infektionsschutzgesetz waren bislang in Fernbussen und -zügen noch bis 7. April FFP2-Masken vorgeschrieben. Nun haben auch Hessen und Rheinland-Pfalz nachgezogen und die Maskenpflicht im Nahverkehr zum 2. Februar beendet. Grundsätzlich gesehen, war die Maskenpflicht das wichtigste Instrument gegen die Verbreitung der Covid-Infektion – und dabei ein vergleichsweise milder Eingriff in unsere Freiheitsrechte. Die Normalisierung unseres Alltags geht weiter.

TOP 3 DES TAGES

Engpässe in der Kindermedizin

Die Ärzte in den Krankenhäusern behandeln derzeit viele Kinder wegen Atemwegserkrankungen.
Die Ärzte in den Krankenhäusern behandeln derzeit viele Kinder wegen Atemwegserkrankungen. (© DPA)
Anzeige

Zu wenig Betten und fehlende Medikamente: Obwohl die Infektionswelle inzwischen nachgelassen hat, ist die Lage an den Kinderkliniken in Deutschland weiterhin angespannt. Wie es dazu kommen konnte, dass es in der Kindermedizin so große Probleme gibt, erläutert Professor Markus Knuf, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Worms im Gespräch mit meinen Kollegen Sonja Werner und Christian Matz. Ein Faktum ist, dass die Kinder- und Jugendmedizin für Träger – ob gemeinnützig oder privat – unattraktiv ist. Und was folgt daraus?

Debatte um Polizeieinsatz

Eine Momentaufnahme aus der Überwachungskamera vor der Polizeistation Idstein.
Eine Momentaufnahme aus der Überwachungskamera vor der Polizeistation Idstein. (© VRM)

Die Polizei ist ständig mit Notfällen und brenzligen Situationen konfrontiert und muss trotzdem gleichzeitig die Nerven behalten. Hessens Innenminister Peter Beuth hat sich in der Diskussion um einen umstrittenen Polizeieinsatz vor der Wache in Idstein jetzt hinter die beteiligten Polizeibeamten gestellt, wie mein Kollege Sascha Kircher berichtet. Die Befreiungsversuche des Betroffenen seien von einem Beamten nach zweiminütigem Gerangel durch „einfache körperliche Gewalt”, einen Faustschlag und einen Handballenstoß gegen die Schläfe des Mannes unterbunden worden. Ein solcher „Schockschlag” könne dazu dienen, die Körperspannung eines aggressiven Menschen herabzusetzen und so die Festnahme zu ermöglichen, erklärte Felix Paschek, seit vergangenen August Polizeipräsident im Präsidium Westhessen. Schwer zu sagen, ob das Vorgehen gerechtfertigt ist. Meinen Arbeitsplatz möchte ich jedenfalls nicht mit den Beamten tauschen.

Unterwegs mit dem Busfahrer

Auch wenn's eng wird, bleibt der Wiesbadener Busfahrer Benjamin Bauer gelassen.
Auch wenn's eng wird, bleibt Busfahrer Benjamin Bauer gelassen. (© Harald Kaster)
Anzeige

Busfahrer werden immer öfter das Ziel von Angriffen. Busausfälle, Verspätungen und die Maskenpflicht seien die häufigsten Gründe für ausrastende Fahrgäste, hat Busfahrer Benjamin Bauer meiner Kollegin Michaela Luster berichtet. Sie ist an diesem regnerischen Morgen mit dem 41-Jährigen im Stadtgebiet unterwegs, um selbst zu sehen, mit welchen Problemen die rund 730 Busfahrer von Eswe Verkehr zu kämpfen haben. „Ich verstehe, wenn sich Leute ärgern, weil Busse ausfallen oder zu spät sind”, sagt Bauer. „Aber ich bin nicht schuld. Ich bin ja da und um 4 Uhr aufgestanden.” Er wünscht sich noch mehr Unterstützung von der Politik: „Ohne uns Busfahrer gibt es keine Verkehrswende.”

ZU GUTER LETZT

Angesichts dieser Flut von Nachrichten ist es umso wichtiger, sich zurückzulehnen und auf ausgewählte Kultur zu freuen. Warum bei diesem Regen nicht mal ins Kino gehen? Aus dem Gefängnis oder Todestrakt auf die Leinwand: Wenn die Kripo einen Serienkiller zur Strecke gebracht hat, schnappt ihn sich über kurz oder lang das Kino. Kennt man aus aller Welt, vom Zodiac-Killer aus San Francisco, von Jack the Ripper aus London, oder von Haarmann mit dem Hackebeilchen aus Hannover. An den Iran würde man bei so einer Topografie des Bösen wohl nicht als Erstes denken, dabei findet sich auch im schiitischen Gottesstaat mörderischer Hass – wahnhaft verbrämt mit religiösem Fanatismus. Im Kino-Thriller von Ali Abbasi geht eine mutige Reporterin im Iran auf die Jagd nach einem fanatischen Serienkiller, der seine Opfer unter Prostituierten sucht. Ob der Film sehenswert ist, weiß mein Kollege Stefan Benz.

Exklusiv aus der Redaktion „Hessen am Mittag”

Pünktlich zur Mittagspause erhalten Sie als Digital-Kunde ganz exklusiv Nachrichten aus der Redaktion in Ihr E-Mail-Postfach. In unserem Newsletter blicken die Kolleginnen und Kollegen auf den Tag in Rheinhessen und geben Ihnen Tipps, was Sie nicht verpassen sollten. Hier geht es zur Anmeldung.