Daniel Scholz spielt im Lissabon-Krimi

Der Schuster und die Straßenkinder: Daniel Scholz im Lissabon-Krimi „Zum Schweigen verurteilt“. Foto: ARD Degeto/Armanda Claro

(job). Zugegeben, in der Ankündigung der ARD klingt die Rolle des Carlos Mendes nicht auf Anhieb sympathisch. Im neuen Lissabon-Krimi mit Jürgen Tarrach, der am Donnerstag,...

Anzeige

DARMSTADT. (job). Zugegeben, in der Ankündigung der ARD klingt die Rolle des Carlos Mendes nicht auf Anhieb sympathisch. Im neuen Lissabon-Krimi mit Jürgen Tarrach, der am Donnerstag, 19. November, um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird, geht es um Straßenkinder, denen ein Pater Zuflucht bietet – während Geschäftsleute wie Mendes sie am liebsten aus dem Viertel verbannen würden. Mendes, der offenbar ein Schuhgeschäft mit eigener Werkstatt betreibt, wird gespielt von Daniel Scholz, seit 2017 Ensemblemitglied am Darmstädter Staatstheater und zuletzt als schneidiger Kommandant in „Drei Schwestern“ oder als reicher Kaufmann in „Der Idiot“ zu sehen.

Scholz ist kein Neuling vor der Kamera. „Drehen ist eine komplett andere Art zu spielen, viel reduzierter als auf der Bühne“, erzählt er. Doch zieht es ihn weiter auf die Bühne: „Ich möchte das Theater nicht missen.“ Die Möglichkeit zweigleisig zu fahren, schätzt der Schauspieler sehr. Denn Bühne und Fernsehen fordern unterschiedliche Fähigkeiten und Seiten von einem Schauspieler.

Der Lissabon-Krimi wurde im Oktober und November 2019 in Portugal gedreht, zweisprachig in Deutsch und Portugiesisch, was eine ganz neue Herausforderung für den Schauspieler war. „Wenn der Kollege eine andere Sprache spricht, die man selbst nicht beherrscht, verlangt das noch mal eine ganz andere Konzentration.“