Ausstellung "Gold im Grab"

(red). Das Oberhessische Museum ist beim ersten hessischen Archäologie-Jahr unter dem Titel "Kelten Land Hessen - Archäologische Spuren im Herzen Europas" dabei. Federführend...

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GIESSEN. Das Oberhessische Museum ist beim ersten hessischen Archäologie-Jahr unter dem Titel "Kelten Land Hessen - Archäologische Spuren im Herzen Europas" dabei. Federführend ist die Keltenwelt am Glauberg. Museen, Landesarchäologie, Stadt- und Kreisarchäologien sowie Forschungseinrichtungen und Vereine bieten ab März 2022 an vielen Orten Sonderausstellungen, Exkursionen und Führungen zu archäologischen Stätten, Mitmach-Aktionen für die ganze Familie, Aktivprogramme für Schulklassen, Vorträge und Workshops an. Ziel ist es, das hessische Kulturerbe bekannt zu machen sowie Neues und Interessantes zur Eisenzeit, der Zeit der archäologischen Kelten in Hessen, zu präsentieren.

Das Oberhessische Museum beteiligt sich ab dem 17. März 2022 mit "Gold im Grab. Funde aus dem Muschenheimer Grabhügel 35" an der landesweiten Kooperation. Im Fokus der Gießener Kabinettausstellung steht das bekannte Muschenheimer Schwert aus der frühen Eisenzeit, das 1920 in einem Grabhügel gefunden wurde. Spektakulär ist, dass sich Goldreste auf dem Schwert und zudem das sogenannte Ortband erhalten haben. In diesem Grabhügel, der vom Archäologen Paul Helmke mit der Nummer 35 versehen wurde, stießen Forscher auf weitere Grabbeigaben, wie beispielsweise ein Rasiermesser und zahlreiche Keramiken, die in der Ausstellung gezielt kontextualisiert werden. Methoden, mit denen die Funde geborgen, im Laufe der Zeit untersucht und konserviert wurden, veranschaulichen den Umgang mit Objekten aus der Eisenzeit. Zurzeit ist das Muschenheimer Schwert noch in der laufenden Sonderausstellung "Auf den Spuren der Archäologie. Vom Fundort ins Museum" im Alten Schloss zu sehen.