Unter die Haut

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Grosz (Franziska Weisz) und Falke (Wotan Wilke Möhring) werden ein Team.  Foto: NDR/Marion von der Mehden

Von Conny SchneiderEin Mann, der am Flughafen Hannover ermordet wird, weil er Opfer einer Verwechslung wurde, und schließlich aus dem Triebwerk eines Flugzeugs in einen Pool...

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. Von Conny Schneider

Ein Mann, der am Flughafen Hannover ermordet wird, weil er Opfer einer Verwechslung wurde, und schließlich aus dem Triebwerk eines Flugzeugs in einen Pool geworfen wird. Ein IS-Terrorist, der nach Deutschland zurückkehrt, um dort einen Anschlag zu verüben. Zwei Schleuser, die Sicherheitslücken am Flughafen nutzen, um Passkontrollen zu entgehen.

Und mittendrin Kommissar Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring), der sich nach dem Weggang seiner Partnerin Katharina Lorenz (Petra Schaller-Schmidt) als einsamer Wolf durchschlägt. Undercover überprüft er die Sicherheit an deutschen Flughäfen - und wird dabei von Julia Grosz (Franziska Weisz) niedergestreckt. Polizeioberkommissarin bei der Bundespolizei. Ebenso fähig wie unnahbar. Und dazu auserwählt, Falke bei den Ermittlungen im Flughafen-Mordfall zur Seite zu stehen. Eine Tatsache, die bei beiden keine Begeisterungsstürme hervorruft.

Terror, Mord, Menschenhandel - viel Stoff für 90 Minuten. Insgesamt zu viel. Auch wenn Regisseur Özgür Yildirim bemüht ist, in der Folge "Zorn Gottes" thematisch nicht nur an der Oberfläche zu kratzen, sondern auch in die Tiefe zu gehen. Fragen zu stellen, Antworten zu suchen. Der siebte Falke-Fall geht unter die Haut. So viel ist sicher. Szenen, die dabei herausstechen, sind die Keller-Gespräche zwischen Terrorist Enis Günday (Cem-Ali Gültekin) und Schleuser Rocky Kovac (Christoph Letkowski) sowie das Telefonat von Günday mit seinem verzweifelten Vater. Bedrückend brisant.

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Das Erste zeigt den "Tatort: Zorn Gottes" am Sonntag, 20. März, um 20.15 Uhr.