Seltsame Annäherung

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Sascha Bukow (Charly Hübner) ermitteln im Kollegenkreis.  Foto: NDR

In Rostock stirbt ein Zollbeamter und Kriminalhauptkommissar Sascha Bukow (Charly Hübner) ist ein seelisches Wrack – damit wären die 90 Minuten des neuen Polizeirufs...

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. Von Kirsten Ohlwein

In Rostock stirbt ein Zollbeamter und Kriminalhauptkommissar Sascha Bukow (Charly Hübner) ist ein seelisches Wrack – damit wären die 90 Minuten des neuen Polizeirufs 110 aus der Hansestadt bereits zusammengefasst.

Doch dies ist alles andere als profan. Der Tod des Zollbeamten führt Bukow und seine Kollegin Katrin König (Anneke Kim Sarnau) erst in den Kollegenkreis, dann ins Drogenmilieu, dann wieder in den Kollegenkreis, dann wieder ins Drogenmilieu. Am Ende dieses Verwirrspiels wirkt es so, als seien alle Beteiligten ein bisschen schuldig.

Überlagert wird der Fall der beiden Ermittler von Bukows seelischem Verfall. Die Trennung von seiner Familie hat er nicht verkraftet, und nun bricht auch noch seine letzte Bastion weg: "Vadder" muss, schwer erkrankt, ins Krankenhaus. Ob es diese Belastungen sind, die Bukow veranlassen, sich an seine Kollegin ranzumachen, oder ob dahinter tatsächlich Anziehung steckt: fraglich. Auch König ist irritiert und weist Bukow verwundert zurecht: "Hallo, ich bin es."

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Trotz aller seltsam anmutenden Annäherungsversuche: Das Rostocker Team bleibt mit Abstand das interessanteste der Polizeiruf-Teams. Die Chemie stimmt und die Schauspieler sind so gut, dass es fast keine Rolle spielt, dass der Fall ein bisschen an den Haaren herbeigezogen wirkt.