Schwere Kost

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Eyckhoff (Verena Altenberger) muss einen verwirrenden Fall lösen. Foto: BR/maze pictures GmbH/Hendrik Heiden

Schon die ersten Minuten lassen erahnen: Leichte Kost ist das nicht. Und leichte Kost wird es auch bis zum Ende nicht mehr. Regisseur Dominik Graf dreht den zweiten "Polizeiruf...

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. Und weil alles noch nicht durcheinander genug ist, wird er auch noch mal auf den Kopf gestellt. Aber worum geht es eigentlich? In "Die Lüge, die wir Zukunft nennen" überwachen Münchner Beamte um Polizeioberkommissar Wolfgang Maurer (Andreas Bittl) eine Firma, die im Verdacht steht, Insider-Wissen zu nutzen, um sich selbst daran finanziell zu bereichern.

Durch die Abhöraktion erhalten die Beamten jedoch auch selbst die offensichtlich gewinnbringenden Informationen und können der Versuchung nicht widerstehen. Dann jedoch wird der Handel ausgesetzt, bevor die Polizisten ihre Aktien wieder abstoßen konnten. Und ausgerechnet Eyckhoff soll nun gegen die Kollegen ermitteln.

Was spannend klingt, ist derartig chaotisch inszeniert, dass es dem Zuschauer einiges an Geduld, Verständnis und Grips abverlangt, die Puzzle-Teile, die Regisseur Graf sporadisch auf dem 90 Minuten langen Weg verteilt, zusammenzusetzen. Nichts scheint zusammenzupassen, alles wirkt bruchstückhaft und ergibt erst am Ende ein großes Ganzes. Zu diesem Zeitpunkt mag der eine oder andere Krimi-Fan bereits zu Bett gegangen sein. Dieser "Polizeiruf 110" ist anstrengend und fordernd. Doch womöglich wird am Ende belohnt, wer durchhält. (Kirsten Ohlwein)

Das Erste zeigt den "Polizeiruf 110: Die Lüge, die wir Zukunft nennen" am Sonntag, 8. Dezember, um 20.15 Uhr.