Nicht wie gewohnt

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Felix Murot (Ulrich Tukur) ermittelt allein.   Foto: HR

Von Conny SchneiderEs ist LKA-Kommissar Felix Murots (Ulrich Tukur) Geburtstag. Ein Tag zum Feiern. Für die anderen, nicht für ihn. Er inspiziert fast schon gleichmütig...

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. Von Conny Schneider

Es ist LKA-Kommissar Felix Murots (Ulrich Tukur) Geburtstag. Ein Tag zum Feiern. Für die anderen, nicht für ihn. Er inspiziert fast schon gleichmütig einen Tatort. Eine nackte junge Frau in der Badewanne. Sediert, aufgeschnittene Pulsadern, aufgeschlitzte Kehle. Das sechste Opfer eines Wiesbadener Serienmörders? Oder das Werk eines Trittbrettfahrers?

"Ich bin der, den Sie suchen." Mit diesen Worten bringt sich der Täter nun ins Spiel. Ein Spiel um Leben und Tod, in dessen Mittelpunkt Murot plötzlich selbst steht.

Gewöhnlich sind Murot-"Tatorte" nie. Nicht erst seit der viel diskutierten Folge "Im Schmerz geboren". Und das liegt vor allem an der Figur Murot selbst – widersprüchlich wie der oxymeronische Titel "Es lebe der Tod". Murot ist ein Grenzgänger zwischen Melancholie und Todessehnsucht auf der einen, Neugier und Tatendrang auf der anderen Seite.

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Regisseur Sebastian Marka gelingt ein psychologisch raffiniertes Katz-und-Maus-Spiel mit Zügen eines düsteren Kammerspiels. Gewürzt mit einer wohldosierten Prise Filmästhetik. Einschalten lohnt sich! Denn fest steht: Auch diese Folge dürfte heiß; diskutiert werden.