Mittelmäßiger Neuanfang

aus Tatort & Polizeiruf 110

Thema folgen
Zwei Frauen für Zürich: die neuen Ermittlerinnen Grandjean (Anna Pieri Zuercher, l.) und Ott (Carol Schuler). Foto: SRF/Daniel Winkler

Neustart für den Schweizer "Tatort". Zwei neue Ermittlerinnen, zwei Todesfälle. Tessa Ott (Carol Schuler), Fallanalytikerin aus einer einflussreichen Züricher Familie, und...

Anzeige

. Ihr erster gemeinsamer Fall: die Leiche eines Unbekannten, aus nächster Nähe erschossen und dann angezündet. Das Mordopfer hatte Lungenkrebs im Endstadium. Ein buddhistisches Tattoo und ein Therapiekärtchen bringen die Ermittlerinnen der Identität des Mannes näher.

Doch nicht nur diese Leiche beschäftigt das ungleiche Team. Polizei-Chef Peter Herzog (Roland Koch) steht kurz vor der Pensionierung. In einer Feierstunde wird ihm per Kurier ein Totenschädel zugestellt. Dieser gehört Eva Baumann, einer jungen Frau, die 1980 verschwunden ist und ein Doppelleben geführt hat: als Polizistin und als Punk.

Ott und Grandjean begeben sich unter Regissseurin Viviane Andereggen auf eine Zeitreise in die bewegten Jahre, in denen "Züri brännt", titelgebend für diese "Tatort"-Premiere. Inmitten von Jugendunruhen und Demonstrationen der 80er Jahre stoßen die Kommissarinnen auf Dinge, die ihr direktes Umfeld betreffen.

Der "Tatort" aus Luzern hat ausgedient, Stefan Gubser und Delia Mayer sind Geschichte. Ob das Herz der Zuschauer für Zürich brennen wird? Fraglich. Ja, die Handlung ist logisch und gut aufbereitet, die Gegensätzlichkeit der beiden Kommissarinnen ist interessant angelegt. Aber der Funke springt nicht so recht über. Weder besonders gut noch besonders schlecht. Neutral irgendwie. Schweiz eben. (Conny Holtfoth)

Anzeige

Das Erste zeigt den "Tatort: Züri brännt" am Sonntag, 18. Oktober, um 20.15 Uhr.