Draußen lauert der Tod

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Murot (Ulrich Tukur) sitzt in der Falle. Foto: HR/Bettina Müller

LKA-Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur) wird zu einem Tatort gerufen: eine Polizeiaktion gegen eine Waffenschieberbande, die aus dem Ruder gelaufen ist und drei Todesopfer...

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. Doch Murot juckt das wenig. Denn er ist unterwegs in die Einöde zwischen Frankfurt und Offenbach, um dort Walter Brenner (Peter Kurth), seinen Kumpel aus BKA-Zeiten, an seinem Arbeitsplatz zu besuchen: eine stillgelegte Wache, die nur noch als Polizeimuseum dient. Kein Internet, kein Telefon, kein Funk. Dieser Ort gerät plötzlich unter Beschuss von Scharfschützen. Mittendrin Murot und Brenner. Dazu eine Verkehrspolizistin (Christina Große), ein 14-jähriges Mädchen (Paula Hartmann), das soeben den Mörder ihres Vaters erschossen hat, und ein Gefangenentransport, der vor der ehemaligen Wache mit einer Panne gestrandet ist. Unter den Häftlingen ein alter Bekannter von Murot: Kermann (Thomas Schmauser), der "Kannibale von Peine".

Wer Murot-"Tatorte" kennt, weiß, dass er alles erwarten darf. Alles außer 0815. Das verhält sich in Regisseur Thomas Stubers "Angriff auf Wache 08", einem Remake von John Carpenters Klassiker "Assault - Anschlag bei Nacht", nicht anders. Schräg, bizarr, ein bisschen Thriller, ein bisschen Western, ein bisschen Satire. Aber sicherlich kein gewöhnlicher Krimi. Kopfschütteln und Faszination halten sich beim Zuschauen die Waage. Zu genial ist die Komposition aus Bild und Soundtrack, während Fragen nach Logik und Sinn weitgehend außer Acht gelassen wurden. Was bei Murot-"Tatorten" aber außer Frage steht: der absolut hohe Unterhaltungswert. (Conny Holtfoth)

Das Erste zeigt den "Tatort: Angriff auf Wache 08" am Sonntag, 20. Oktober, um 20.15 Uhr.