Blum sagt Adieu

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Klara Blum (Eva Mattes) nimmt Abschied.  Foto: SWR/Patrick Pfeiffer

Von Kirsten OhlweinAde, Klara Blum. Die Konstanzer Kommissarin verabschiedet sich im letzten "Tatort" vom Bodensee in ihrer gewohnten Art: leise, beschaulich, irgendwie...

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. Von Kirsten Ohlwein

Ade, Klara Blum. Die Konstanzer Kommissarin verabschiedet sich im letzten "Tatort" vom Bodensee in ihrer gewohnten Art: leise, beschaulich, irgendwie verwegen. Und es ist wie so oft im Leben: Manchmal weiß; man erst, was man an den Dingen oder Leuten hat, wenn sie fort sind.

Klara Blum (Eva Mattes) wird fehlen, eben wegen ihrer betulichen Art, wegen Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) und Matteo Lüthi (Roland Koch), wegen dieser wunderbaren Landschaft, wegen dieser verrückten Geschichten, die in all den Jahren aus Konstanz in unser Wohnzimmer geweht sind.

Für "Wofür es sich zu leben lohnt" hat die Produktion es krachen lassen: Buch und Regie stammen von der preisgekrönten Aelrun Goette. Hanna Schygulla, Irm Hermann und Margit Carstensen komplettieren die Besetzung. Ebenso wie Mattes gehörten die drei Damen zum Fassbinder-Ensemble, erstmals sind alle vier in gemeinsamen Szenen zu sehen.

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Zum Inhalt: Auf dem Bodensee liegt ein zu Tode gepeinigter Rechtspopulist in einem Boot und wird schließ;lich am Schweizer Ufer angetrieben. Lüthi nimmt Kontakt zu Blum und Perlmann auf. Blum indes hat mit ihrer ganz eigenen Geschichte zu kämpfen: Sie ist schwer herzkrank, hat bereits zwei Infarkte hinter sich.

In den folgenden knapp 90 Minuten entwickelt sich eine fast mystische Geschichte, eingerahmt von drei alten Damen, die Blum in ihren Bann ziehen und ihr die Augen über das Leben und seinen Wert öffnen. Ein würdevoller Abschied von Blum und Perlmann, mit einer sehr symbolischen allerletzten Szene.