Wohngebiet wird bald erschlossen

Die vier geplanten Logistikhallen, die für den gewerblichen Teil des ehemaligen Südzuckergeländes geplant sind, sollen bis Ende nächsten Jahres stehen. Das kündigte...

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GROSS-GERAU. Die vier geplanten Logistikhallen, die für den gewerblichen Teil des ehemaligen Südzuckergeländes geplant sind, sollen bis Ende nächsten Jahres stehen. Das kündigte Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) im Planungs-. Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss an. Aber auf dem rund 27 Hektar großen Areal siedelt sich nicht nur Gewerbe an, sondern es ist im Osten der Fläche auch ein drei Hektar großes Wohngebiet mit 150 bis 200 Wohnungen geplant. Dass weder das Eine noch das Andere bisher verwirklicht worden ist – im Dezember 2014 beschloss das Stadtparlament den Bebauungsplan für das Areal –, begründete Sauer mit baurechtlichen Problemen. Damals sei die gesamte Fläche in der Hand eines einzigen Investors gewesen, der Nextparx-Gruppe (ehe der französische Immobilieninvestor AEW Europe mit einstieg).

Zuständigkeit für Lärmschutz Knackpunkt

Doch dann habe es eine Trennung geben: Sauer sprach die Tatsache an, dass sich von der Nextparx GmbH eine Livingparx GmbH & Co. KG abgespalten hat. Während Nextparx den Logistik- und Gewerbepark entwickelt, ist Livingparx als Projektentwickler für das Wohngebiet zuständig. Was noch kein Problem gewesen sei, so Sauer: „Denn es war ja alles geregelt bis hin zum städtebaulichen Vertrag.“

Aber dann habe es Spannungen zwischen Next- und Livingparx gegeben. Mit der Folge, dass die Lärmschutzwand an der Bahntrasse (LSM I), die auch einen Teil der Fabrikstraße abdecken soll, immer noch nicht steht. Ebensowenig wie die östlichste Halle vier, mit 325 Metern Länge, 110 Metern Breite und 14,80 Metern Höhe die größte, die zugleich als Lärmschutz gegenüber dem Gewerbegebiet dienen soll. Laut Sauer ist aber schon damals geregelt worden, dass der Lärmschutz zwischen Gewerbe- und Wohngebiet mittels eines provisorischen Erdwalls (LSM II) gewährleistet werden könne. Dieser Wall sei bereits fertiggestellt. Zwischen Gewerbe- und Wohngebiet werde außerdem ein Grünstreifen angelegt. Ein Eidechsenhabitat sei bereits fertig.

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Die beteiligten Firmen hätten sich aber darüber gestritten, wer für die Erstellung der Lärmschutzwände aufzukommen hat, und wer was wann realisiert. Deshalb sei in dem geplanten Wohngebiet noch nichts geschehen. Also habe die Stadt am 30. August im Landratsamt alle Beteiligten zu einem Runden-Tisch-Gespräch zusammengebracht. Sauer sprach von einer konstruktiven Sitzung, bei der es gelungen sei, die Stockung aufzulösen.

Laut Sauer soll im Oktober der Bau der bis zu acht Meter hohen LSM I entlang der Bahn beauftragt werden. Der Bürgermeister rechnet mit einer Bauzeit von vier Monaten. Parallel dazu sollen die Erschließungsarbeiten für das Wohngebiet beginnen, sodass diese im zweiten Quartal 2018 fertig seien. Mit der Fertigstellung der ersten Wohnungen sei in der zweiten Jahreshälfte 2019 zu rechnen.