Teilnehmer von VHS-Malkursen zeigen ihre Arbeiten zum Thema...

Einen Kurs als Geschenk zum Geburtstag erhielt Sabrina List (rechts) von ihren Eltern. Die malbegeisterte 18-Jährige erklärt bei der Ausstellung in der Volksbank Groß-Gerau den Besuchern ihre Reproduktion einer Postkarte mit einem Motiv im Stil alter Meister.  Foto: Vollformat/Marc Schüler   Foto: Vollformat/Marc Schüler

Seit Dienstagabend ist die Ausstellung „Die Magie der Dinge: Stillleben“ im Foyer der Groß-Gerauer Volksbank zu sehen. 31 Werke der Künstler der VHS-Kurse „Freies...

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GROSS-GERAU. Seit Dienstagabend ist die Ausstellung „Die Magie der Dinge: Stillleben“ im Foyer der Groß-Gerauer Volksbank zu sehen. 31 Werke der Künstler der VHS-Kurse „Freies Atelier“ und „Aquarellmalen“ können dort bis 30. Oktober zu angeschaut werden.

Eine Übersicht über die Werke der Ausstellung gab Kursteilnehmerin Ute Betz in ihrer Ansprache den rund 40 Besuchern. „Am ersten Kurstag dreht sich alles um die Frage: was malen wir? Wir schreiben unsere Wünsche auf und Kursleiterin Karin Böhme-Brendel wählt den meistgenannten Vorschlag aus“, sagte sie.

Vorbehalte schnell abgelegt

So entschied Böhme-Brendel, sich in diesem Volkshochschulsemester dem Thema Stillleben anzunehmen. Ein Vorschlag, der nicht bei allen Teilnehmern vorbehaltlose Zustimmung fand. Denn Stillleben gelten als langweilig, eine Einschätzung, welche die Teilnehmer der Kurse schnell ablegten. „Wir haben uns etwas vorbereitet und zu malen begonnen. Am nächsten Tag haben wir gesehen, dass es gar nicht so unlebendig war. Das Licht war anders, die Schatten fielen anders, das Tuch war etwas verrutscht“, beschrieb sie die Herausforderung.

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Am Ende hatte es allen Teilnehmern Spaß gemacht, und es waren einige sehr interessante Werke herausgekommen. Betz lobte unter anderem das Stillleben von Iris Duchene mit frischen Pflaumen und einer Orange, während Katrin Biedermann ein Bild ihres Arbeitsplatzes zur Ausstellung beitrug. „Der Blick bleibt am Stuhl in der Mitte hängen. Riesige Farbflaschen und mächtige Pinsel bedrängen ihn. Erst die Brille links unten schiebt die Proportionen wieder zurecht und man erkennt, dass es ein Puppenstühlchen ist“, führte Betz aus.

Die 18 Jahre alte Sabrina List hat sich in diesem Jahr dem „Freien Atelier“ als mit Abstand jüngste Teilnehmerin angeschlossen, wusste aber sogleich mit ihrem ersten Werk „die alten Hasen in die Tasche zu stecken“, wie Betz lobte. „Ihre Wahl fiel auf eine Postkarte in der Art der alten Meister und diese hat sie akribisch auf die große Leinwand übertragen.“ „Ich male schon seit dem Kindesalter sehr gerne. Aber lieber Landschaften, das Thema Stillleben war für mich neu“, berichtet die Auszubildende zur Augenoptikerin. Zu ihrem 18. Geburtstag hatte sie von ihren Eltern die Teilnahme am Freien Atelier geschenkt bekommen, ein Geschenk, für das sie besonders dankbar ist. „Dort habe ich eine tolle Anleitung bekommen, und die Gruppe passt sehr gut zueinander. Wir geben einander Rückmeldung“, berichtete sie.

Wenig überraschend ist es daher, das sie sich für den am 24. September beginnenden Kurs wieder angemeldet hat. Dass sie nur dieses eine Bild zur Ausstellung beigetragen hat, stört sie nicht. „Ich habe da sehr viel Arbeit hineingesteckt und den großen Ehrgeiz gehabt, dass es gut werden soll“, sagt sie.