Ortsdurchfahrt Biebesheim: Parkplätze sind kein Thema mehr

Die mittlere Rheinstraße in Biebesheim soll schmaler werden. Bushaltestellen rücken dann weiter in die Straße. Foto: Vollformat/Robert Heiler  Foto: Vollformat/Robert Heiler

Die Informationsveranstaltung der CDU zur geplanten Umgestaltung der Ortsdurchfahrt vor 14 Tagen hatte für Aufregung gesorgt. Nach dem Bericht in dieser Zeitung liefen im...

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BIEBESHEIM. Die Informationsveranstaltung der CDU zur geplanten Umgestaltung der Ortsdurchfahrt vor 14 Tagen hatte für Aufregung gesorgt. Nach dem Bericht in dieser Zeitung liefen im Rathaus die Telefone heiß, denn die CDU-Vertreter hatten vom Wegfall zahlreicher öffentlicher Parkplätze entlang der ehemaligen Bundesstraße 44 berichtet. In einem gemeinsamen Pressegespräch mit der CDU stellte Bürgermeister Thomas Schell (SPD) jetzt die neuen Pläne vor. Es sei damals bereits klar gewesen, dass es sich um einen ersten, noch zu überarbeitenden Entwurf handele, sagte Schell.

„Der Termin für die CDU-Veranstaltung war vielleicht vier Wochen zu früh“, fasste Erster Beigeordneter Günter Müller (SPD) die Situation zusammen. Die CDU wollte die Bürger möglichst früh einbeziehen und hatte deshalb das Thema auf die Agenda der öffentlichen Fraktionssitzung gesetzt. „Wir suchen immer das offene Gespräch“, machte Fraktionsvorsitzender Gerhard Geipert deutlich.

Schon seit zehn Jahren im Gespräch

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Die ersten Diskussionen um die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt gab es vor gut zehn Jahren, erklärte Schell. Dann kümmerte man sich um Zuschüsse beim Land, die es für die Umgestaltung ehemals überörtlicher Ortsdurchfahrten gebe. Im vergangenen Sommer signalisierte das zuständige Ministerium, die Förderbescheide könnten Ende dieses Jahres kommen und so ging es an die konkrete Planung nach einem einstimmigen Beschluss der Gemeindevertretung, so Schell.

Beteiligt sind inzwischen drei Planungsbüros, die sich um verschiedene Straßenabschnitte kümmern. Deshalb sei klar gewesen: Die ersten Unterlagen zeigten nur eine Momentaufnahme, die weiter überarbeitet werde, erklärte der Bürgermeister weiter. Das sei in der Veranstaltung auch so deutlich geworden, betonte Geipert. Dennoch wollte die CDU so früh wie möglich informieren. „Es ist legitim, zu fragen, was vor der eigenen Haustür passiert.“

„In den Gremien war klar, wenn die Planung steht, werden die Bürger informiert“, erwiderte Schell. Eine erste Vorstellung der Pläne habe es bereits im Gewerbeverein gegeben, fügte er an. Eine Bürgerversammlung soll voraussichtlich im Sommer erfolgen, wenn die Gemeindevertreter den Entwurfsplänen zugestimmt haben und es an die Ausführungsplanung geht. Die größten Aufreger aus der CDU-Veranstaltung konnte der Bürgermeister relativieren. So entfielen keineswegs 60 Prozent der Parkplätze vor den Geschäften. „Im südlichen Bereich kommen sogar neue dazu“, sagte Schell. Und die Parkplätze stünden auch nicht in Konkurrenz zu den Radschutzstreifen, die neu angelegt werden sollen.

Im Norden gebe es allerdings weniger Parkplätze, dafür werde eine zusätzliche, dritte Bushaltestelle im Ortsbereich gebaut. Die Lokale Nahverkehrsgesellschaft LNVG hatte die Abstände zwischen den vorhandenen Haltestellen als zu groß angesehen.

„Die Parkplätze sind kein großes Thema mehr“, so das Fazit von Schell. Überall blieben Parkplätze erhalten. Insgesamt eine „stattliche Zahl“, sagte der Bürgermeister, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Diese Parkplätze sind dann, im Gegensatz zum heutigen Zustand, auch markiert.

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Wann genau mit den Arbeiten begonnen werde und wie viele Bauabschnitte es gebe, sei noch nicht geklärt. Die Einteilung soll auf jeden Fall so erfolgen, dass die Bevölkerung und der Verkehr so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.

„Das war eine politische Bewertung der Maßnahme durch die CDU“, sagte Gemeindevorstandsmitglied Hans Böttiger abschließend. Er habe auf der Versammlung auch nur als CDU-Mitglied gesprochen. Im übrigen sei für die CDU aus den vorgestellten Unterlagen nicht ersichtlich gewesen, dass diese vertraulich zu behandeln seien. Denn die CDU stehe hinter dem Projekt, betonten beide Kommunalpolitiker.