Nächste Runde der Fusionsgespräche

Die fünf Lampertheimer Vereine aus dem Adam-Günderoth-Stadion haben sich zum zweiten Mal mit der Stadt getroffen, um über einen möglichen Zusammenschluss zu beraten.

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LAMPERTHEIM. Es kann noch ein wenig dauern, aber es wird allmählich konkreter: Am Donnerstagabend haben sich die fünf Fußballvereine, die das Lampertheimer Adam-Günderoth-Stadion nutzen, erneut getroffen, um über eine eventuelle Fusion zu diskutieren. Beteiligt waren neben den beiden Fachbereichen Immobilienmanagement sowie Bildung, Kultur und Ehrenamt für die Stadt Lampertheim Harald Hofmann als Moderator, Kreisfußballwart Reiner Held und Vertreter der Klubs VfB, Azzurri, Olympia, Waldesruh und Waldhorn.

„Es war das zweite Gespräch, bei dem die Stadt dabei war“, erklärte Stadtsprecher Christian Pfeiffer am Freitag auf Anfrage dieser Zeitung. Er sagte zwar, dass das Ende der Gespräche noch offen sei. Aber die Vereine genießen die volle Unterstützung Lampertheims. „Es ist ein Prozess, der sich nicht in einem halben Jahr lösen lässt. Aber wir wollen das begleiten und dabei helfen, eine gute Lösung für alle zu finden“, so Pfeiffer.

Um den Prozess in geordnete Bahnen zu lenken, wurde Dialog-Coach Harald Hofmann von Ergebnisdialog Hofmann aus Viernheim mit ins Boot geholt. Er hat nun die Aufgabe, ein Konzept zu erstellen, das die Vorstände der Vereine in naher Zukunft an ihre Mitglieder weitertragen sollen. „Dann muss man abwarten, was passiert. Denn die Mitglieder müssen das alles mittragen“, sagt Gisela Hanusch, Sportausschussvorsitzende beim VfB.

Die geringsten Berührungsängste mit den Fusionsplänen haben derzeit offensichtlich Azzurri und Olympia. „Ich bin von der Fusion überzeugt, wer alles dabei ist, wird man sehen“, so Reinhard Wistuba, Vorsitzender des FCO. Giuseppe Sanfilippo, Spielausschussvorsitzender der Azzurri, bestreitet die Vorstandsarbeit bei den Italienern derzeit mit lediglich drei weiteren Mitstreitern. Mehr Helfer finden sich nicht. „Es wäre ein Vorteil für alle, wenn wir einen Verein haben“, so Sanfilippo.

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Bündelung der Kräfte würde vieles einfacher machen

Der VfB ist derzeit von den fünf Vereinen im Günderoth-Stadion mit Abstand am besten aufgestellt. Dennoch sieht auch Gisela Hanusch die Gespräche positiv: „Es gibt gewisse Gründe, die für eine Fusion sprechen.“ Die Bündelung der Kräfte würde vieles einfacher machen, der Streit um Platz- und Spielzeiten im Stadion wäre mit einem Mal ad acta gelegt. Zudem könnte man als großer Gesamtverein potenzielle Unterstützer und Sponsoren besser ansprechen und gemeinsam eine starke Jugendarbeit aufziehen.

Gisela Hanusch hat durchaus Verständnis dafür, dass die Vertreter mit einem mulmigen Gefühl in die Gespräche gehen. Auch sie kann nicht vorhersagen, wie sich ein neuer Gesamtverein entwickeln würde. Eine Sorge kann sie ihren Mitstreitern aber sehr wohl nehmen. „Es soll keiner untergehen“, sagt Gisela Hanusch.

Von Philipp Sémon