Kein Plastik in die Biotonne

Meist funktioniert die Mülltrennung in den Riedgemeinden gut. Nur in der Biotonne, deren Inhalt zur Kompostierungsanlage wandert, landen zu viele Fremdstoffe. Foto: Vollformat/Robert Heiler  Foto: Vollformat/Robert Heiler

Mülltrennung ist ein Thema, das lässt sich schon an der zunehmenden Frequentierung der Wertstoffhöfe ablesen. Bei der Biotonne sieht das allerdings anders aus. Hier ist eine...

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BIEBESHEIM. Mülltrennung ist ein Thema, das lässt sich schon an der zunehmenden Frequentierung der Wertstoffhöfe ablesen. Bei der Biotonne sieht das allerdings anders aus. Hier ist eine immer stärkere Verunreinigung des Bioabfalls zu beklagen. Die Biebesheimer Gemeindeverwaltung versucht nun, die Situation zu verbessern.

15 000 Tonnen werden jährlich behandelt

Seit 25 Jahren verarbeitet die Kompostierungsanlage Brunnenhof Bioabfälle aus den privaten Haushalten der Kommunen im Süden des Kreises Groß-Gerau. Was zunächst als reine Grünschnittkompostierung begann, hat sich inzwischen zu einem „kleinen Erfolgsmodell“ entwickelt, heißt es in einer Mitteilung. Heute werden dort jährlich 15 000 Tonnen an Bioabfällen und Grünschnitt behandelt und daraus gütegesicherter Kompost herstellt. Verarbeitet werden die angelieferten Abfälle in selbst entwickelten Rottetrommeln. Nach der Hygienisierung des Materials wird der fertige Kompost möglichst sauber abgesiebt.

Steffen Geipert, einer der beiden Geschäftsführer, beobachtet seit Jahren, dass die abgelieferten Bioabfälle zunehmend verunreinigt sind. „Eigentlich gehören in die Biotonne organische Abfälle, also Obst- und Gemüseabfälle, feste Essensreste, die man ohne Weiteres in Papier einwickeln kann, Gartenabfälle, Tee- und Kaffeesatz oder auch Topfpflanzen“, so Geipert.

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Leider finden sich vor allem im Winter häufig Fremdstoffe in der Biotonne, deretwegen selbst die ausgeklügelte Aufbereitungstechnik an ihre Grenzen stößt. Zusätzlich muss der aussortierte Müll teuer entsorgt werden. Die Kosten dafür gehen in die Kalkulation der Bioabfallgebühren ein, die letztendlich die Bürger bezahlen müssen, erklärt Bürgermeister Thomas Schell (SPD). Darüber hinaus möchte natürlich niemand auf seinem Acker oder in seinem Garten Kompost ausbringen, der sichtbar mit Kunststoffen, Glas oder Metall versetzt sei.

Der Brunnenhof könne nur aus sauberem Bioabfall hochwertigen Kompost herstellen, der von Bürgern und Landwirten wieder eingesetzt werden kann und der Natur zugutekommt. Nur so funktioniere der Kreislaufgedanke des Recyclings, bitten Schell und Geipert um eine bessere Mülltrennung.