Gute Stimmung bei der Seniorenfastnacht in der Biebesheimer...

Stimmungsvoll war es bei der Seniorenfastnacht in der Biebesheimer Kulturhalle. 70 Gäste aus der Gemeinde freuten sich an einem Programm aus Musik und Büttenreden.Foto: VF/Robert Heiler  Foto: VF/Robert Heiler

Bürgermeister Thomas Schell kam als „Robin Hood“ zur Seniorenfastnacht des Seniorenbeirats der Gemeinde. Die Spitze der Verwaltung war gut vertreten, auch Erster...

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BIEBESHEIM. Bürgermeister Thomas Schell kam als „Robin Hood“ zur Seniorenfastnacht des Seniorenbeirats der Gemeinde. Die Spitze der Verwaltung war gut vertreten, auch Erster Beigeordneter Günter Müller stieg am Freitagnachmittag in die Bütt in der Biebesheimer Kulturhalle.

Rund 70 Besucher erfreuten sich an Musik, Vorträgen, Kaffee und Kräppeln. Der Bürgermeister erzählte als Robin Hood im Ruhstand über seine Erlebnisse im Gernsheimer Wald. Geld sei inzwischen bei vielen Kommunen knapp, musste er erfahren: „Dort muss man sparen, noch und nöcher, die Straßen ham schon Haushaltslöcher, im Rathaus wird dort nicht geheizt, sogar bei den Straßenlampen noch gegeizt.“

In Biebesheim sei die Rheinhall wieder frei, „die Flüchtlingskrise fast vorbei“, freute er sich. Beleuchtet hat Schell auch das Ende vom „Langertskaffee“ und die örtlichen „Fluglotsen“ Schorsch und Horst, die auf der Nato-Straße eine Landebahn samt Leuchtfeuer für den „Airport Biebesheim“ aufbauten. Tatsächlich wollte dort ein Flugzeug landen, kam aber erst auf einem Acker zum Stehen. „Für zwei war dieser Spaß vorbei, auf die Langert kam die Polizei“, erzählte Schell aus der Bütt. Erfreulicher war die Erinnerung an die Fußballer und die „Olympia-Super-Mannschaft“, die ihren Aufstieg auf dem Rathausplatz und dem Bürgermeisterbalkon feiern durften. Das ging am Ende nicht ohne Sektdusche, auch für den Bürgermeister, aus.

Bei der lockeren Senioren-Veranstaltung durfte sich jeder Gast in die Bütt wagen, der eine Rede mitgebracht hatte. So ließ es sich Pfarrer Stefan Fillauer nicht nehmen, als „Präsidentschaftskandidat“ zu berichten. Ebenso wie Uschi Löwenhaupt, die als „dick Fraa“ auftrat. Das Duo Lodo sorgte zwischendurch für die musikalische Unterhaltung der Senioren.

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Das Gelächter war groß, als Günter Müller als Inhaber eines Massage-Salons in die Bütt stieg. Er grüßte Dicke und Dünne im Saal und warf einen närrischen Blick auf den Schlankheitswahn: „Heile Welt der Kalorie, mojends Ei unn Mittags Brüh, owends Schmeerkäs mit Gequellte, sehr zum Wohl, ehr Schlankheitshelde.“

Doch nicht immer werde sich an die Vorgaben des Diätplans gehalten. „Hängt dann alles kreuz und quer, hilft eins nur noch, der Masseur“. Dabei gab es natürlich auch zweideutige Anspielungen, die für Gekreische im Saal sorgten. Verbunden mit dem Hinweis, trotz gleicher Knetarbeit wie ein Bäcker deutlich mehr zu verdienen als dieser. Und die Abrechnungen erfolgt dann auch noch auf Krankenschein, freute sich Müller.