„Ein wichtiger und entlastender Schritt“

„Als Kommune begrüßen wir, dass sich das Land mit zusätzlichen 136 Euro an den Kosten für die Kinderbetreuung beteiligt. Wir sehen, dass dieses Geld den Eltern zuzuordnen...

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GROSS-GERAU. „Als Kommune begrüßen wir, dass sich das Land mit zusätzlichen 136 Euro an den Kosten für die Kinderbetreuung beteiligt. Wir sehen, dass dieses Geld den Eltern zuzuordnen ist, müssen jedoch zunächst schauen, auf welche Weise die neue Regelung innerhalb der Module zum Tragen kommt.“ Mit diesen Worten hat Groß-Geraus Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) auf die Ankündigung der Landesregierung reagiert, in den Kindertagesstätten ab 1. August 2018 sechs Stunden Betreuungszeit gebührenfrei zu stellen. Diese Regelung soll für Kinder ab drei Jahren gelten.

Insgesamt betrachtet sei die Zusage des Landes, den finanziellen Zuschuss zur Kinderbetreuung zu erweitern, ein wichtiger und entlastender Schritt, so Sauer. Die Kosten der Kinderbetreuung seien in zahlreichen Gesprächen mit Bürgern ein zentrales Anliegen.

Die Kreisstadt Groß-Gerau erhebt einkommensabhängige Gebühren. Erst im Juni hat das Stadtparlament eine Gebührenanhebung verabschiedet. Ab 1. Januar 2018 zahlen Eltern für die Betreuung in der neuen Kernzeit von 7.30 bis 12.35 Uhr für Kinder von drei bis sechs Jahren dann zwischen 108 und 149 Euro im Monat.

Die Kosten für die 13 städtischen Kitas betrugen 2016 knapp 8,1 Millionen Euro. Aus eigenen Mitteln legte die Stadt rund 4,8 Millionen Euro dazu.

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FDP will Feuerwehrleute von Gebühren befreien

Die FDP hat zur laufenden Sitzungsrunde den Antrag gestellt, aktiven Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren eine kostenfreie Betreuung anzubieten. Wie der Erste Stadtrat Richard Zarges (Kombi) im Finanzausschuss ausführte, wäre dies mit Kosten von etwa 17 000 Euro im Jahr verbunden. Zu bedenken sei jedoch, dass es auch eine Gleichstellung mit anderen ehrenamtlichen Hilfskräften geben müsse. Angesichts der Ankündigung der Landesregierung hielten CDU und SPD den Antrag für obsolet. Da noch Klärungsbedarf besteht, wurde über den Antrag nicht abgestimmt.