Der Knoten ist geplatzt

Hinten organisiert Tim Pfendler (am Ball) mit seinen Kollegen ein Abwehrbollwerk, vorne hat er Zeit für drei Treffer.Foto: Holger Kern  Foto: Holger Kern

(red/mar). Die A-Jugend-Handballer des TV Lampertheim sind in der Oberliga mit einem 26:22-Sieg von ihrer Auswärtspartie bei der Bundesliga-Reserve des TV Hüttenberg...

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HÜTTENBERG. (red/mar). Die A-Jugend-Handballer des TV Lampertheim sind in der Oberliga mit einem 26:22-Sieg von ihrer Auswärtspartie bei der Bundesliga-Reserve des TV Hüttenberg zurückgekehrt und schieben sich in der Tabelle vor den unterlegenen Gegner.

Die Spargelstädter reisten, von ihrem Trainerteam sehr gut auf den Gegner eingestellt, in den Lahn-Dill-Kreis. In den Trainingseinheiten vor der Partie stand in erster Linie die Abwehrarbeit gegen einen überwiegend über die Kreisläufer zum Erfolg kommenden Gegner im Vordergrund. Diese Arbeit sollte sich letztlich auszahlen.

Die Mannschaft um ihre Trainer Thorsten Jakob sowie Gero und Felix Nieter ging sehr konzentriert in die Partie, wusste man doch, dass bei einem Sieg gegen den ebenfalls punktlosen Gegner die „Rote Laterne“ an diesen abgegeben werden konnte. Zwar startete der Gastgeber mit 1:0 und 2:1 etwas besser ins Spiel, doch Kai Lillinger gelang beim 2:3 in der fünften Spielminute erstmals die Führung. In der Folgezeit legten die Turner stets ein Tor vor und Hüttenberg zog nach.

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Eine Strafzeit bremst die Gäste vor dem Seitenwechsel

Als Robin Kettler in der 17. Spielminute erstmals eine Zwei-Tore-Führung (7:9) herauswarf, war der Jubel entsprechend groß. Diese Führung sollten die Südhessen im Spielverlauf nun auch nicht mehr hergeben. Daniel Frei (6) und Justus Fröhlich (8) sorgten vorne für den Erfolg. Tim Pfendler, Ian Knisley, Robin Kettler und Kai Lillinger hielten konzentriert und mit aggressivem, aber fairem Abwehrspiel die Angreifer in Schach, so dass die gefährlichen Kreisanspiele der Hüttenberger nahezu komplett unterbunden werden konnten. Sollte doch einmal ein Pass angekommen sein, machte Keeper Marc Schäfer die Chance zunichte. Die Lampertheimer konnten auf vier Tore (10:14) davonziehen, ehe eine Strafzeit die Mannschaft bremste und die Gastgeber zum Halbzeitstand von 13:15 verkürzen konnten.

Während der Pausenansprache wurde klar, dass sich das Team in diesem Spiel nicht mehr geschlagen geben wollte. Zwar erzielten die Hüttenberger nach Wiederanpfiff das erste Tor, dieses sollte allerdings bis zur 49. Spielminute der letzte Erfolg sein. Gegen das Abwehrspiel der Turner vor einem stark aufgelegten Nicolas Thamm, der in der zweiten Hälfte im Tor zum Einsatz kam, fiel den Mittelhessen in dieser Phase nichts mehr ein. Doch der Gastgeber steckte nicht auf, und die Lampertheimer verloren nun komplett den Faden, zitterten sich aber letztlich zum Sieg. „Genau diese Situationen sind es, die die Teilnahme an der Oberliga rechtfertigen und jeden einzelnen unserer Spieler auch mental weiterbringen“, so Trainer Jakob. Nun steht ein spielfreies Wochenende auf dem Programm, bevor das nächste Heimspiel am 22. Oktober um 16.30 Uhr in der Jahnhalle gegen die JSG Wallstadt ansteht.