Das Höchster Mix-Team trifft es hart

Die „Jumping Gums“ des TSV Höchst sammelten bei ihrem ersten Auftritt bei den hessischen Teammeisterschaften im Rope Skipping in Haiger vor allem Erfahrungen.Foto: Jürgen Paul  Foto: Jürgen Paul

(red). Neuland betrat die Seilspringgruppe „Jumping Gums“ des TSV Höchst, als zwei Mannschaften unter der Leitung ihrer Trainerin Tamara Ripperger bei den hessischen...

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HAIGER. (red). Neuland betrat die Seilspringgruppe „Jumping Gums“ des TSV Höchst, als zwei Mannschaften unter der Leitung ihrer Trainerin Tamara Ripperger bei den hessischen Teammeisterschaften in Haiger starteten. Bei dieser Wettkampfform geht es darum, als Team (mindestens vier Personen) in sechs Disziplinen möglichst viele Punkte zu sammeln. Dazu sind in zwei sogenannten Speed-Disziplinen in einer vorgegebenen Zeit möglichst viele korrekte Seildurchschläge zu absolvieren.

In den vier Freestyle-Disziplinen springen die Teams zu einer selbst gewählten Musik eigene Choreografien aus Sprüngen und turnerischen Elementen, die von den Kampfrichtern nach Schwierigkeit, Genauigkeit, Synchronität und Originalität der Darbietung bewertet werden. Die Hälfte der Disziplinen wird mit Einzelseilen gesprungen („Single Rope“), während die andere Hälfte mit zwei langen Seilen ausgeführt wird, die von zwei Teammitgliedern gegenläufig geschwungen werden („Double Dutch“).

Unerfahrenheit mit Folgen

Gut begannen die beiden Höchster Teams in den Single-Rope-Speed-Wettkampf. Mit 274 Sprüngen für die weibliche AKIII-Mannschaft (12 bis 14 Jahre) und 266 Sprüngen für die AKII-Mix-Mannschaft (15 bis 17 Jahre) lag man noch gut in der Konkurrenz. Die Unerfahrenheit in dieser Wettkampfform zeigte sich dann beim Double-Dutch-Speed-Wettkampf. Nervosität und Abstimmungsprobleme führten zu vielen Hängern, wodurch die Höchster Rope Skipper in Rückstand kamen.

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Ein ähnliches Bild bot sich bei den Freestyle-Darbietungen. Bei den Single-Rope-Wettkämpfen mit zwei beziehungsweise vier Springern konnten die TSV-Athleten noch gut mithalten. Bei den Double-Dutch-Freestyles zeigte sich, dass die Teams noch nicht so gut aufeinander eingespielt waren. Zu viele Hänger und unsynchrone Ausführung verhinderten leider konkurrenzfähige Wertungen. Besonders hart traf es das Mix-Team: Der Paar-Freestyle war sehr gut gelungen und hätte viele Punkte gebracht. Leider war den Höchstern nicht bekannt, dass hier je ein männliches und ein weibliches Teammitglied springen muss, sodass diese Disziplin für sie trotz guter Leistungen nicht gewertet wurde. Zu allem Überfluss verhedderten sich beim Double-Dutch-Freestyle zu Beginn die beiden Seile so unglücklich, dass es lange dauerte, sie zu entwirren, und deshalb nur ein Bruchteil der geplanten Kür gezeigt werden konnte.

So verfehlte das AKII-Mix-Team (Johanna Glenz, Lara Kritzinger, Moritz Kumpf und Lacinia Schmitt) die nötige Qualifikationsleistung für die deutschen Mannschaftsmeisterschaften doch deutlich. Zwar konnte sich auch das weibliche AKIII-Team (Anna Dombrowski, Lea Friedrich, Lilli Hallstein, Lilly Kumpf und Tabea Paul) mit 923 Zählern nicht qualifizieren, doch waren die geforderten 1000 Punkte nicht ganz außer Sichtweite. So war dieser Wettkampftag für die TSV-Sportler unter dem Stichwort „Erfahrungen sammeln“ zu verbuchen. Kleines Trostpflaster für die enttäuschten Skipper waren die spektakulären Darbietungen des Männerteams vom TV Rüsselsheim, das auch bei internationalen Wettbewerben ganz vorne mitspringt.

Diese Formation zeigte Rope Skipping in Perfektion und war damit Ansporn und Inspiration für die Höchster „Jumping Gums“.

Für einige Rope Skipper des TSV Höchst stand bei den Badischen Einzelmeisterschaften in Mannheim der nächste Wettkampf an. Ziel war es, noch die Qualifikation für das Bundesfinale zu erreichen. Alle Springerinnen kamen gut in den Wettkampf und erzielten sehr gute Ergebnisse in den Speed-Disziplinen. Lacinia Schmitt, Lara Kritzinger und Lilli Hallstein lieferten darüber hinaus sehr gute Freestyle-Darbietungen ab und konnten sich am Ende des Tages über die Qualifikation für das Bundesfinale freuen, wo sie sich Mitte April in Düsseldorf-Neuss mit den besten Rope Skippern messen dürfen.

Moritz Kumpf präsentiert sich in Bestform

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Moritz Kumpf bestritt in Mannheim den Triple Under Wettkampf (Dreifachdurchschläge). Mit der neuen persönlichen Bestleistung von 153 Sprüngen gelang ihm problemlos die Qualifikation für den Deutschland Triple Cup. Dieser wird im Rahmen der deutschen Meisterschaften (ebenfalls in Neuss) ausgetragen, für die sich Moritz Kumpf und Tabea Paul bereits im Herbst 2017 qualifiziert hatten.