Ausschüsse fordern Neuordnung der Hausärzte-Bedarfsplanung

Einmütig haben die Biebesheimer Ausschüsse einer Resolution zur hausärztlichen Versorgung im Südkreis zugestimmt. In dem vom Gemeindevorstand vorgelegten Beschlussvorschlag...

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BIEBESHEIM. Einmütig haben die Biebesheimer Ausschüsse einer Resolution zur hausärztlichen Versorgung im Südkreis zugestimmt. In dem vom Gemeindevorstand vorgelegten Beschlussvorschlag geht es um Bemühungen des Kreises Groß-Gerau hinsichtlich einer Neuordnung der hausärztlichen Bedarfsplanung.

Der Kreis hat nämlich bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) beantragt, den Südkreis vom KV-Planungsbereich Darmstadt abzutrennen. Die vier Riedkommunen sollen einen eigenständigen Planungsbezirk bilden. Alternativ könnte der Südkreis dem Planungsbereich Rüsselsheim – identisch mit dem Norden des Landkreises – angegliedert werden.

Ein entsprechendes Votum der Bürgermeisterdienstversammlung hatte der Kreistag im Dezember mit einem einstimmigen Beschluss begrüßt. Die Gemeinde Biebesheim unterstützt den Antrag mit ihrer Resolution, die noch von der Gemeindevertretung 23. März zu beschließen ist.

Wie Bürgermeister Thomas Schell (SPD) im Ausschuss Bau, Umwelt und Soziales sowie im Haupt- und Finanzausschuss berichtete, ist Biebesheim mit fünf Hausarztsitzen, die alle besetzt seien, noch gut versorgt. Aber es gebe auch Hausärzte, die ihre Praxis abgeben möchten – und sich schwer täten, einen Nachfolger zu finden.

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Sitze können verloren gehen

Könne ein frei gewordener Hausarztsitz in einer Kommune nicht binnen sechs Monaten nachbesetzt werden, könne er in jeder anderen Kommune des Planungsbereichs besetzt werden. Da der Südkreis seit 2013 zum KV-Bereich Darmstadt gehört, könnten freie Hausarztsitze von dort nach Darmstadt verloren gehen.