Späte Gegentore kosten wertvolle Punkte
21.02.2012 - BOBSTADT
Von Tommy Dietrich
SV BOBSTADT Der Aufsteiger kann mit Platz zehn nach der Hinserie zufrieden sein / Leistungsabfall in den letzten Minuten das Manko
Der zehnte Platz in der Fußball-Kreisliga C kann nach der Hinserie als großer Erfolg betrachtet werden. Der Aufsteiger SV Bobstadt hat sich einen komfortablen Vorsprung von neun Punkten und satten 28 Toren auf den Relegationsplatz erspielt und sollte bei noch zehn ausstehenden Spielen keine Probleme haben, die Klasse zu halten. Doch die Ausgangslage kann den ein oder anderen veranlassen, das Restprogramm auf die leichte Schulter zu nehmen. Deshalb gibt es für die Verantwortlichen keine Zeit zum Ausruhen.
Schumachers Meinung: Noch mitten im Abstiegskampf
„Für mich ist noch nichts entschieden. Bei zehn Spielen ist das kein Polster. Da kann noch viel passieren“, warnt SVB-Spielertrainer Oliver Schumacher. „Meiner Meinung nach befinden wir uns noch im Abstiegskampf. Die Teams aus dem unteren Teil der Tabelle sind gerade erst aufgewacht. Da kommt noch was auf uns zu.“ Der Blick geht nach Hofheim (13.), Hüttenfeld (14.) und Lorsch (15.). Die blau-weißen Nachbarn ließen zuletzt einen Aufwärtstrend erkennen, die SGH plant mit dem neuen Trainer Murat Bozdag eine Aufholjagd, und die Klosterstätder konnten sich personell verstärken.
Kopfzerbrechen bereitet Schumacher das Auftaktprogramm im neuen Jahr. Zunächst empfangen die Bobstädter die Sportfreunde Heppenheim. Der Zweitplatzierte ist für Schumacher der Topfavorit auf den Meistertitel und wird nichts anbrennen lassen wollen. Anschließend folgt ein Auswärtsspiel beim heimstarken TSV Hambach (6.). „Das wird schwierig. Wenn wir die ersten beiden Spiele verlieren, stehen wir sofort wieder unter Druck“, mahnt Schumacher. Deshalb müssten seine Spieler sofort 100 Prozent geben. „Wir dürfen den Start nicht verschlafen. Ein Punkt gegen Heppenheim wäre sehr gut für die Moral.“
Dafür muss der SV Bobstadt konzentrierter als zuletzt auftreten. Ein wesentliches Manko war der große Leistungsabfall in den letzten 20 Minuten. Späte Gegentore wie gegen den FV Hofheim II (1:1), Tabellenführer Hammelbach/Scharbach (2:3) oder Aufstiegsaspirant VfB Lampertheim (3:5) kosteten den SVB wertvolle Punkte. „Fünf bis sechs Zähler hätten wir mehr haben können“, rechnet Schumacher nach, der mehr Konstanz für die zweite Saisonhälfte fordert.
Hierbei sollen drei Neuzugänge helfen: René Müller kehrt nach seinem Ausflug zu Ligakonkurrent Olympia Lampertheim nach Bobstadt zurück. Der Defensivallrounder soll die Lücke schließen, die André Fritsche mit seinem Abgang zum TSV Elmshausen (B-Liga) hinterlassen hat. Angreifer Cornelius Valenasu von D-Ligist Eintracht Bürstadt II soll die Offensive verstärken, die jetzt mit drei nominellen Stürmern variabler wird und schwerer auszurechnen ist. Dazu kommt Mario Morweiser, der nach einer Auszeit wieder mit dem Fußballspielen beginnt. Demgegenüber stehen die Abgänge von Fritsche, Sascha Betz (VfB Lampertheim) und Jura Rimer (Viernheim). Da alle drei nicht über den Status der Ersatzspieler hinauskamen, sollte die Mannschaft nichts an Potenzial eingebüßt haben.
Einstelliger Tabellenplatz immer noch im Blickfeld
Der SV Bobstadt verfügt über eine glänzende Ausgangssituation und ist gut aufgestellt für die letzten zehn Spiele. Der Klassenerhalt sollte problemlos möglich sein, wenn sich die Spieler nicht auf den bisher errungenen Lorbeeren ausruhen. „Zunächst wollen wir den Vorsprung auf den Relegationsplatz halten. Da denken wir von Spiel zu Spiel“, erklärt der Coach, der noch immer mit einem einstelligen Tabellenplatz liebäugelt. „Das ist noch mein Ziel.“
