Westernschau und Tam-Tam
05.02.2012 - LAMPERTHEIM
RÜCKBLICK Fastnacht auf der bevölkerten „WSV-Ranch“
(wb). Am 14. Februar 1987 hatte das Carnevalsgremium Blau-Weiß des Lampertheimer Wassersportvereins das närrische Auditorium auf die „WSV-Ranch“ geladen. Am Marterpfahl stand vor 25 Jahren nicht in erster Linie die Kommunalpolitik, wenngleich Sitzungspräsident Peter Bischof so manchen närrischen Seitenhieb in Richtung Politik verteilte. Die Wassersporthalle war damals voll besetzt. In der Bütt tummelten sich seinerzeit „alte Hasen“ und bekannte Fastnachter. Spitze indes war das Ballett. Choreographie und Kostümierung waren für Ehemänner und Junggesellen gleichermaßen ein echter Augenschmaus.
Peter Bischof versprach unterhaltsame Stunden, in einer Zeit, in der alles andere als Heiterkeit und Frohsinn das Tagesgeschehen bestimmten. Die vier Spezies und die Damenriege des WSV intonierten Stimmungslieder. Schunkeln, Spontanität und Ungezwungenheit waren gefordert. Neben ihrer Amtsbürde trugen Gisbert und Jürgen Dieter und auch Walter Weinheimer seit diesem Abend den Jahresorden der Blau-Weißen.
Hoher Besuch hatte sich auch aus der Nachbarstadt angekündigt. Prinzessin Ilona I. und Prinz Jürgen I. machten ihrem Namen als singendes Prinzenpaar alle Ehre, ließen gar das närrische Hosianna auf die Spargelmetropole erklingen.
Pechvogel Wolfgang Heidenreich war seinerzeit, so Peter Bischof, aus der WSV-Fastnacht nicht mehr wegzudenken. Trotz Valentinstag wirkte sein Blumenstrauß mehr wie ein Alibi, denn bei seinen Anekdoten aus einem bisweilen heiteren Eheleben blieb am sogenannten schwachen Geschlecht kein gutes Haar. Für Weltenbummler Gerhard Wetz waren die Handschuhe seinerzeit das Markenzeichen. Ebenso wie das tiefhängende Jackett, übergroße Latschen und Perücke. Danach erwiesen sich Hilde Hannig und Antje Götz als besonders streitbares Ehepaar.
Auch im zweiten Teil erwies sich das WSV-Ballett nicht nur im Finale als Glanzpunkt. Fantasie und Kreativität (Choreografie Annette Tröster) zeichnete schon damals jedes Ballett aus. Das Ballett überzeugte auch im Tanz, in der Rhythmik und brachte viel Abwechslung und einen erhöhten Adrenalinausstoß - zumindestens beim männlichen Geschlecht. Ihre Zufriedenheit mit dem Programm bekundeten abschließend alle WSV-Fastnachter beim gemeinsamen, bunten Finale.
Für Beleuchtung und Ton sorgten 1987 Karlheinz Kärcher und Heiko Weyand. Regie führte Bernd Viehöfer, für die Musik sorgte seinerzeit die Hauskapelle Ludwig Pfeifer.
