Ein Herz für Wirtschaft in der Bankenmetropole
30.11.2011 - FRANKFURT
Von Janina Plato
FRANKFURT SCHOOL OF FINANCE & MANAGEMENT Private Stiftungshochschule kombinert flexible Studienangebote und Weiterbildungsmöglichkeiten
In ihrer 54-jährigen Geschichte hat sich die „Frankfurt School of Finance & Management“ stark gewandelt. Als „Bankakademie“ gegründet, hatte sie zunächst das Ziel, Bankmitarbeiter weiterzubilden. Heute ist sie eine private Stiftungshochschule mit den Schwerpunkten Bank, Finanzen und Management. Sie bietet Bachelor- und Master-Studiengänge, berufsbegleitende Weiterbildungen sowie Seminare an - auch für Unternehmen und Organisationen.
„Mit 45 Professoren haben wir eine der größten Wirtschaftsfakultäten im deutschsprachigen Raum“, erklärt Angelika Werner, Head of Communications an der Hochschule. Zentraler Standort ist Frankfurt am Main. Außerdem gibt es Studienzentren in Hamburg und München sowie rund 80 Standorte deutschlandweit für die Weiterbildungsangebote.
Die Gründer der „Bankakademie“, Karl Fr. Hagenmüller und Reinhold Sellien, dachten wohl nicht an eine solche Expansion. Hagenmüller war im Vorstand der Dresdner Bank und Honorarprofessor für BWL, Sellien ist Gründer des Wiesbadener Wirtschaftsfachverlags Gabler. 1990 gründete die Bankakademie eine eigene Hochschule. 2007 gingen dann beide in der „Frankfurt School of Finance & Management“ auf.
In Frankfurt können heute Bachelor-Studiengänge in Betriebswirtschaftslehre (BWL) und Wirtschaftsinformatik parallel zu Teilzeitanstellung, Ausbildung oder Praktikum absolviert werden. „Wichtig ist uns, dass es sich um karrierefördernde Tätigkeiten handelt, die zum Studiengang passen“, erklärt Angelika Werner. Es gibt auch einen BWL-Bachelor mit hohem Selbststudium-Anteil, der deutschlandweit parallel zu einer Vollzeittätigkeit oder Ausbildung studiert wird.
„Heute kann man bei uns aber auch einen Hochschulabschluss erwerben, ohne nebenbei zu arbeiten“, betont Werner, „etwa in BWL oder ‚Management, Philosophy und Economics‘.“ Weiterhin werden verschiedene Master-Studiengänge angeboten - Unterrichtssprache dort ist vorwiegend Englisch. Derzeit sind insgesamt knapp 1 500 Studenten eingeschrieben. Partnerhochschulen auf der ganzen Welt ermöglichen ihnen Studienaufenthalte im Ausland.
Weiteres wichtiges Standbein sind berufsbegleitende Weiterbildungen und Seminare, die jährlich von bis zu 38 000 Fach- und Führungskräften besucht werden. Insgesamt gibt es 120 Angebote in verschiedenen Bereichen wie Immobilienfinanzierung, Finanzplanung oder Kommunikation - „Klassiker“ ist der „Bankfachwirt“ mit über 45-jähriger Tradition. Ihr erst zehn Jahre alter Campus ist der schnell wachsenden Frankfurt School bereits zu klein geworden, erklärt Werner. Daher plane man bis 2015 einen doppelt so großen Neubau - ebenfalls in der Finanzmetropole.
