FUSSBALL "Beste Fußballerstadt im Ried" ist Ziel einer Kooperation
(tdi). Die Ziele sind hochgesteckt. "Wir wollen von den Bambinis bis zur A-Jugend die beste Fußballerstadt im Ried werden", verkündete Rainer Beckerle, Erster Vorsitzender von Eintracht Bürstadt, am Donnerstag- abend auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz. Die DJK kooperiert künftig mit dem FSV Riedrode im Jugendbereich. Dafür rufen beide Vereine die "JSG Sonnenstadt Bürstadt" ins Leben. Trainer wird Thomas Haberer, der zuletzt die Seniorenmannschaft des VfR Bürstadt bis zum Sommer 2009 betreute und in die Kreisoberliga führte.
Für das Spieljahr 2010/2011 schicken beide Vereine eine gemeinsame Jugendmannschaft ins Rennen. Mittelfristig soll ein Jugendförderverein etabliert werden. "Dieser soll allen Bürstädter Jugendlichen frei sein", betonte Beckerle. Über die Verpflichtung des Wunschtrainers Thomas Haberer zeigte sich der Vorsitzende hocherfreut: "Wir sind sehr glücklich einen sehr guten Trainer gewonnen zu haben. Er hat viele Stationen durchlaufen und kann mit Jugendlichen umgehen."
Haberer spielte selbst beim VfR Bürstadt in der Oberliga und bei Olympia Lampertheim in der Landesliga. Später schloss er sich für zehn Jahre dem FSV Riedrode an und wurde dort mit 29 Jahren Spielertrainer. Zuletzt arbeitete der heute 44-Jährige wiederum zehn Jahre beim Kreisoberligisten VfR Bürstadt. Er steht für Kontinuität.
Den Kontakt zu dem Coach stellten die FSV-Verantwortlichen um den Ersten Vorsitzenden Harald Ofenloch her. "Er ist der allerbeste Trainer, den wir uns vorstellen konnten. Wir sind sehr stolz und freuen uns darauf, dass er die Sache mit Elan angeht", verteilte Ofenloch ordentlich Vorschusslorbeeren. Durch den sehr wahrscheinlichen Aufstieg der eigenen Seniorenmannschaft in die Gruppenliga ist eine eigene Jugendmannschaft Pflicht, sollen dem Verein keine Nachteile entstehen.
"Wir wurden zum Glück gezwungen und müssen eine Jugend vorweisen. Doch das ist allein schwierig zu stemmen", so Ofenloch. Derzeit verfügt der FSV Riedrode noch über gar keine Jugendmannschaft. Die DJK Eintracht Bürstadt kann immerhin zwei Bambini-, ein D- und ein B-Jugend-Team vorweisen.
In der kommenden Saison werden knapp acht Jugendliche von Eintracht Bürstadt altersbedingt in die A-Jugend wechseln müssen. Dem FSV Riedrode liegen derweil schon zehn Anfragen für die neue Jugendmannschaft vor.
Vor zwei Jahren gelang es den Blau-Weißen, ein völlig neues Team aus dem Boden zu stampfen. Damals meldeten sich zirka 30 Zugänge für die neu gegründete zweite Mannschaft. Mit Andreas Pollak wurde damals ein ähnlich qualifizierter Trainer wie Thomas Haberer gewonnen, der die erste Seniorenmannschaft jetzt voraussichtlich in die Gruppenliga führen wird.
Im Trainingsablauf und Spielbetrieb werden sich beide Teams abwechseln, die dank ihrer neu geschaffenen Kunstrasenplätze über hervorragende Fußballbedingungen verfügen. Diese Vorzüge sollen zusätzliche Jugendliche anlocken. "Wir möchten, dass A-Jugendliche auch beim Eintritt in den Seniorenbereich in Bürstadt bleiben", so Ofenloch. "Das ist seit einigen Jahren in Bürstadt nicht mehr der Fall." Auch wollen beide Vereine wieder verstärkt Jugendliche für den Fußball gewinnen, hatte doch zuletzt ein steigendes Sportangebot die Nachfrage vermindert.
"Das Konzept hat mir gefallen, hier etwas über Jahre aufzubauen", erklärte Thomas Haberer, der andere Angebote verschiedener Seniorenmannschaften ausschlug. Am Montag, 12. April, findet bei der Eintracht Bürstadt unter Haberers Leitung das erste Schnuppertraining für interessierte Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren statt. "Wir verfügen über Infrastrukturen, die im Kreis Bergstraße ihresgleichen suchen. Das sollte Ansporn und Reiz genug sein", zeigte sich Beckerle vom neuen Konzept des JSG Sonnenstadt Bürstadt überzeugt. Jetzt muss es nur noch funktionieren.

