Mehrere Keilereien und eine Festnahme: Massenschlägerei nach Umzug
21.02.2012 - BÜRSTADT
Von Björn Thomsen
FASTNACHT II Jugendliche geraten in alkoholisiertem Zustand aneinander / Insgesamt 150 Beteiligte
Mit närrischem Treiben hatte das nichts mehr zu tun, was sich am späten Sonntagnachmittag zwischen mehreren Gruppen 15- bis 25-Jähriger in Bürstadt abspielte. Statt Karamelle und Bonbons ließen diese ihre Fäuste fliegen und riefen somit die Polizei auf den Plan.
Nach einem gelungenen - und für die Ordnungshüter ruhigen - Umzug durch die Innenstadt gingen gegen 16 Uhr in der Lampertheimer Polizeistation erste Meldungen über eine körperliche Auseinandersetzung ein. Eine Serie weiterer Schubsereien und Keilereien folgte. Als Brennpunkte benannte die Polizei die Markt- und Wilhelminenstraße, in denen sich überwiegend Jugendliche zu Handgreiflichkeiten hinreißen ließen.
Etwa 150 Personen, schätzte die Polizei Lampertheim, seien in mehreren Auseinandersetzungen verwickelt gewesen. Der übermäßige Alkoholkonsum dürfte hier wohl dem ein oder anderen Jecken zu Kopf gestiegen sein - ein bekanntes Problem. Unbestätigten Meldungen zufolge habe es auch am Jugend- und Kulturhaus Schillers sowie am Bahnhof Konflikte gegeben.
Vier Polizeistreifen waren im Einsatz, um die Streitigkeiten zu schlichten und Personalien aufzunehmen. Überdies kam es zu mehreren Platzverweisen sowie einer Festnahme, die ein 19-Jähriger nicht ganz freiwillig über sich ergehen ließ und Widerstand gegen die Vollstreckungsbefugten leistete.
Erst gegen 19 Uhr konnte durch das offensive Vorgehen der Polizei Ruhe in der Markt- und Wilhelminenstraße einkehren. Es kam zu keinen schwereren Verletzungen unter den Karnevalisten. Jedoch machte der übermäßige Alkoholkonsum mehrfach das Ausrücken der Ambulanz notwendig.

